Lücke in Mauer der Hiltenburg wird geschlossen

885.000 Euro hat die Sanierung der Hiltenburg in den letzten zehn Jahren gekostet. Nun werden weitere 52.000 Euro für Sicherungsarbeiten nötig.

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Die Hiltenburg war erst vor gut einem halben Jahr Thema in Bad Ditzenbachs Gemeinderat. 99.000 Euro sollte es kosten, eine Lücke in der Mauer an der Nordwestseite zu schließen. Weil bei Vor-Ort-Besichtigungen klar geworden war, dass dieser Betrag nicht ausreichen würde, weil Mauer- und Erdmaterial abrutschte, stellte das Gremium die Maßnahme aus Haushaltsgründen zurück.

Nun war die Burgruine schon wieder Thema im Gemeinderat. Wie Bürgermeister Herbert Juhn berichtete, hatte ein weiterer Vor-Ort-Termin der Gemeindeverwaltung mit dem Kreisarchäologen Dr. Rademacher, dem Architekten Hartmann und der Firma Dengel erklärt, dass ein weiteres Abrutschen der Mauer verhindert werden könnte und eine Absicherung auch für etwas weniger Geld zu haben wäre. Laut Kalkulation des Architekten und einem Angebot der Firma Dengel belaufen sich die Kosten jetzt auf zirka 52.800 Euro. Hierfür soll ein Zuschussantrag beim Regierungspräsidium gestellt werden. Auf die Gemeinde selbst würden dann zwischen 35.000 und 40.000 Euro zukommen. Juhn: "Die Durchführung der Maßnahme ist unabdingbar und dringend, da sonst die Gefahr besteht, dass bisher gut erhaltene Mauerstücke ebenfalls Schäden erleiden."

Wenn die Gemeinde einen Zuschuss-Antrag beim Regierungspräsidium gestellt habe, sie dort auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, sagte Juhn weiter. Werde diese erteilt, könnten die Sicherungsarbeiten bereits im Sommer beginnen. Dabei sei geplant, dass die Firma Dengel mit dem Kreisarchäologen und Studenten zusammenarbeitet. Deren Kosten würde dann der Landkreis Göppingen übernehmen.

Wie Kämmerin Annika Krapf ausführte, sind in den vergangenen zehn Jahren 885.000 Euro in die Hiltenburg investiert worden. Davon kamen 555.000 Euro aus Zuschüssen des Landes und des Landkreises sowie Spenden des Fördervereins der Hiltenburg. 37 Prozent des gesamten Betrages habe die Gemeinde aufbringen müssen.

In der Debatte um das Für und Wider erneuter Sanierungsarbeiten plädierte Gemeinderat Hendrik Kuhn dafür, die Sicherungsarbeiten machen zu lassen, nicht zuletzt auch aus Verantwortung gegenüber den Spendern heraus. Gemeinderat Johannes Schulz sagte, es müsse dabei beim Betrag von 52.000 Euro bleiben. Es wäre der Bevölkerung gegenüber schwer zu vermitteln, dass die Gemeinde an der Hiltenburg Mauern schließen lässt, während im Ort kaum Geld für den Straßenbau vorhanden sei.

Gemeinderat Otto Lamparter forderte die Gemeinde auf, einen Festbetrag festzulegen und Karl-Heinz Moser verlangte weitere Angebote. Bad Ditzenbach sollte nicht gleich das einzige Angebot, das vorliegt, akzeptieren.

Einstimmig lautete dann der Gemeinderatsbeschluss: Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, einen Zuschussantrag beim Regierungspräsidium zu stellen.

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