Lotenbergstraße macht Kummer

Auf Widrigkeiten im Untergrund stößt die Sanierung der Lotenbergstraße in Eschenbach: Erst kam teerhaltiges Material zutage, dann ein schwacher Untergrund. Mehraufwand ist erforderlich.

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Ernste Gesichter: Der Bauausschuss des Eschenbacher Gemeinderats mit Planer Manfred Bauch (rechts) an der Baustelle Lotenbergstraße. Foto: Jürgen Schäfer

Seit vier Wochen läuft die Sanierung der Lotenbergstraße in Eschenbach-Süd. Scheinbar reibungslos, denn der erste Bauabschnitt ist schon wieder befahrbar. Dort glänzt eine neue Tragschicht, es fehlt nur noch der Schwarzbelag. Aber der Schein trügt. Unter der alten Straßendecke lag ein weicher Untergrund. Der Bauauschuss der Gemeinde entschied: Ein Vollausbau ist nötig. Es muss tiefer ausgekoffert und der Untergrund neu aufgebaut werden. Nur so bekommt die Gemeinde für die Straße eine Gewährleistung von der Baufirma.

Der Befund war keineÜberraschung. Nach den Bodenproben des beauftragten Bauingenieurs Manfred Bauch hatte das Verbandsbauamt den Vollausbau auf 60 Prozent der Strecke anvisiert.

Das bestätigt sich jetzt auch im Abschnitt bis zur Hasengasse. Der Boden ist sichtbar wellig, er sackt immer wieder ab. Ab Höhe der Abzweigung Wiesenweg scheint er stabiler, allerdings auch nicht auf ganzer Breite der Straße. Die Fachleute entschieden trotzdem auch hier auf Vollausbau. Jetzt kommt es darauf an, wie sich die restliche Strecke ortsauswärts darstellt.

Gemeinderat Wilfried Eitle wundert der schwache Untergrund nicht. Als alter Eschenbacher weiß er, dass an der Lotenbergstraße früher ein Bach entlanglief. Mal auf der einen, mal auf der anderen Seite der Straße, soweit er weiß."Den hat man in den 50er-Jahren verdolt", sagt er. In den 60er-Jahren kam dann die Kanalisation in die Straße. Der Bach wurde herausverlegt. Ein weiterer Schwachpunkt: An der westlichen Seite lagen die Misten der Bauernhäuser, erzählt er. Kein Wunder, dass dort der Untergrund zu wünschen übrig lässt.

Unerwartet kam ein anderer Befund: Unterhalb der Asphaltschicht lag teerhaltiger Schotter. Der muss nun aufwändig entsorgt werden, berichtete der stellvertretende Verbandsbaumeister Franz Strauß im Gemeinderat. Dazu musste ein Zwischenlager im Gewerbepark Voralb eingerichtet werden. Der Kostenpunkt allein für den ersten Abschnitt wurde mal auf 18 000 Euro taxiert.

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