Lorbeeren für Hochsommermord

Für spezielle Einsätze wurde er ausgebildet. Jochen Frech war Trainer der Süßener Triathleten und beim SEK. Nun veröffentlicht er seinen ersten Krimi.

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"Regen ist prinzipiell nicht so gut", meint Hauptkommissar Jochen Frech. Spuren werden im Regen schneller verwischt. "Für Kommissar Moritz Kepplinger sind Sachbeweise aber nicht unbedingt die stärkeren Beweise, Personalbeweise sind ihm mindestens so wichtig." Kepplinger, frischgebackener Kommissar, hat sich gleich an seinen ersten Arbeitstag mit einer Vermisstenanzeige zu befassen. Ein zehnjähriges Mädchen ist verschwunden. So beginnt sein mit Vorschusslorbeeren bedachter Debütroman "Hochsommermord", der am 9. Dezember erscheint.

Was vermeintlich harmlos beginnt, entwickelt sich für Kepplinger zur Zerreißprobe. Die Spurensuche wird kompliziert. Frech kennt Kepplinger genau, schließlich sind sie beide bei der Kripo in Göppingen beschäftigt, waren beide beim Sondereinsatzkommando SEK und sind beide Langstreckenläufer. Der eine im realen Leben, der andere fiktiv im Krimi. Geschrieben worden ist es von Jochen Frech, Jahrgang 1967, verheiratet, eine Tochter. Bis September war er Lauftrainer der Süßener Triathleten, fünf Jahre lang Mitglied des SEK der Polizei. Ein lange verhinderter Schriftsteller, wie er selber sagt. Sein Deutschlehrer hatte ihm einst geraten, er solle erst 1000 Bücher lesen, bevor er anfange, eines zu schreiben.

Kepplingers erster Fall ist Jochen Frechs erstes Buch - eines, das mit Vorschusslorbeeren bedacht ist, weil spannend und mit ausgeprägtem Sprachempfinden geschrieben. Mit seiner Geschichte hatte Frech bereits bei einem Nachwuchswettbewerb für Krimiautoren Aufmerksamkeit erregt und daraufhin den großen Schritt gewagt. Mit einem Erstlingswerk gleich bei einem renommierten Verlag wie dem btb unter Vertrag genommen zu werden ist ungewöhnlich. "Die Verlage Ullstein und Bastei Lübbe waren ebenfalls interessiert", sagt Jochen Frech. Nachdem er btb ein Manuskript zugesandt hatte, reagierte man dort sofort. Innerhalb von zwei Tagen bekam Frech positiven Bescheid.

Der gebürtige Eislinger Jochen Frech lebt seit Jahren in Süßen. Seinen Kommissar hat er in Göppingen angesiedelt. "Meine Krimis sind keine Regio-Krimis", betont der Autor. Sein Konzept ist ein anderes. Kepplingers Handlungsspielraum erstreckt sich viel weiter, reicht über lokale Grenzen hinaus. Eine Serie von acht Romanen hat Frech bereits geplant. Alles hängt vom Erfolg des ersten ab. Im Mai 2014 soll bereits Frechs zweites Buch erscheinen. Ein Politthriller, verrät er, mit internationaler Reichweite.

Info Heute stellt Jochen Frech im Rahmen des Süßener Weihnachtsmarktes im Lesecafé des Kulturhauses um 16 und 18 Uhr sein Buch erstmals öffentlich vor. Am 9. Dezember findet ab 19.30 Uhr im Jurasaal Eislingen eine weitere Buchvorstellung statt. Am 23. Januar ab 19.30 Uhr liest Frech in der Göppinger Buchhandlung Herwig.

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