Live-Ticker: Bundestagskandidaten diskutieren im Odeon

In welche Richtung soll es mit Deutschland politisch gehen? Antworten darauf haben die Bundestagskandidaten aus dem Landkreis Göppingen im Wahlforum der NWZ und GZ gegeben. Hier nochmal der Abend im Ticker zum Nachlesen:

|

NWZ-Redaktionsleiter Helge Thiele beendet das Wahlforum und bedankt sich bei allen für „ihre Ausdauer und das Interesse.“

21.15 Uhr: „Warum werden überall die Kreuze abgehängt?“, fragt eine Zuschauerin.

Färber: „Ich hänge nirgends Kreuze ab.“

21.10 Uhr: AfD-Wahlplakate - „Hol dir dein Land zurück“. Ein Zuschauer will von Münz wissen: Welches Bild zeichnen Sie wirklich von Deutschland? Warum sagen Sie nicht wirklich, wie es mit Deutschland weitergehen soll?

Münz: „Unser Land heißt Deutschland. Es ist das Land der Deutschen. Zu den Deutschen gehören selbstverständlich die eingebürgerten Ausländer.“ Wer die Voraussetzungen erfüllt, wird deutscher Staatsbürger. „Ich bin über den Spruch auch nicht ganz glücklich, aber unser Land wird uns entrissen. Es entgleitet uns.“ Es geht darum, den Nutzen des Volkes zu mehren. Menschen mit ausländischen Wurzeln „gehören zu unserem Land, wenn sie sich dazu bekennen.“

21.05 Uhr: Bürgerversicherung?

Färber: Eine Einheitsversicherung wäre nicht gut, weil es dann keinen Wettbewerb mehr gäbe.

Baehrens: Das würde dafür sorgen, dass die Zweiklassen-Medizin abgeschafft würde. Die private Versicherung ist dem demografischen Wandel nicht gewachsen, deswegen wird die Bürgerversicherung kommen.

20.59 Uhr: Umweltverbrecher müssen strafrechtlich verfolgt werden, fordert Christel Beck (Bundestagskandidatin der MLPD). Sie denkt dabei an den Dieselskandal. Was denken die Kandidaten?

Katevas: Strafrechtliche Verfolgung ist notwendig, findet er.

Burchard: Rechtlich belangt werden Menschen in den Firmen, sagt er. Für die Geschädigten muss es die Sicherheit geben, dass die Autos wirklich das sind, als was sie ausgegeben werden. Ein Skandal wie dieser schädigt dem Ruf Deutschlands in der ganzen Welt.

Färber: Wenn jemand gegen geltendes Recht verstößt, dann muss er bestraft werden. Das gelte auch für VW und alle verantwortlichen Autohersteller.

Baehrens: Die Management-Elite hat versagt und das muss auch öffentlich stärker kritisiert werden. Winterkorn komme zu gut aus der Affäre. Auch sie will zudem, dass die Verbraucher besser geschützt werden.

Münz: Der Verbraucher müsse entschädigt werden und wer betrügt, der muss bestraft werden. Manager haben Grenzwerte akzeptiert, „aber hintenrum getrickst.“ Alles schlechtzureden wäre aber falsch: „Deutsche Autos waren schon immer und sind auch Spitze in der Welt.“

Semmler: Bestrafen sei nötig, der Imageschaden sei katastrophal. Das Management muss bestraft werden, sagt er. Die Nähe der Politik und der Wirtschaft sei eine Katastrophe. „Was wir nicht wollen, ist eine Verteufelung der Menschen, die in dieser Branche hart arbeiten.“

20.44 Uhr: Frage an alle: Alle Parteien redeten zu wenig über Bildung in ihren Parteiprogrammen. „Was wollt ihr für die Bildung tun?“

Katevas: Bildung muss für alle zugänglich sein. Schulen müssen auch Probleme in der Familie auffangen, Beispiel Ganztagesschule.

Münz: Jedes Bundesland verfolgt anderes Konzept, aber Experimente sollten nicht gewagt werden. Er will mehr Geld in die Ausstattungen der Schulen stecken.

Baehrens: Der Bund-Länder-Finanzausgleich hat den Kommunen mehr Geld gebracht. Das war gut. Aber man müsse mehr investieren auch im Hinblick auf die Digitalisierung. Und zuletzt: „Wir müssen die Kinder für das Lernen begeistern.“ Dafür brauch es auch Lehrer - gerade aber die Grundschullehrer seien stark überaltert.

Semmler: Ländersache, ja - aber auch eines der Kernprobleme. Schulabschlüsse müssen vergleichbar sein. Er will ein Mondfahrtprogramm: Der Bund soll wesentlich mehr in die Verantwortung gezogen werden, um besser regeln zu können. Die Technologien müssen beispielsweise bereitgestellt werden.

Färber: Er will junge Menschen für Bildung begeistern, „entzünden“. In Deutschland gibt es aber auch die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, betont er. Was einen „entzünden“ kann ist die Tätigkeit als solches, da gehe es nicht nur um den Abschluss - ein Plädoyer fürs Handwerk.

Burchard: Kinder müssen richtig motiviert werden. Der Föderalismus ist aber nicht falsch. Es müsse Länderaufgaben geben und andere für den Bund. In die Bildung investieren, ist wichtig. Alle Menschen müssten ihr ganzes Leben leben - die Rahmenbedingungen dafür müssen gegeben sein.

Als nächstes kommen die Fragen aus dem Publikum.

20.39 Uhr: Wenn ich Schulz wäre, dann würde ich... „schauen wie ich da gut rauskomme“ (Färber)

Wenn ich Merkel wäre.... „würde ich den richtigen Zeitpunkt wählen, um mich zurückzunehmen“ (Baehrens).

Wenn ich Lindner wäre, dann würde ich.... „würde ich mir mehr Gedanken über soziale Themen machen.“ (Katevas)

„Wenn ich Cem Özdemir wäre, dann würde ich .... „setz dich für den Diesel ein, der ist nicht der Dämon“ (Münz).

20.36 Uhr: „Warum dauert es so lange?“, beklagt Münz (AfD). Das liege am Förderalismus, an der Bürokratie und am politischen Willen. Zudem müssten Prioritäten richtig gesetzt, „dann hätten wir die B 10 schon längst gehabt“.

Katevas (Linke): Für die B 10 und für die A8. Fast alle Parteien, die hier sitzen, haben bereits regiert - was aber sei passiert? Was keiner vergessen dürfe: die ÖPNV. Ihm sei das als „leidenschaftlicher Busfahrer“ sehr wichtig.

20.32 Uhr: „Wir können zuversichtlich sein“, sagt Baehrens. Sie erinnerte daran: Der nächste Bauabschnitt ist im vordringlichen Bedarf. Wenn der nächste Abschnitt kommt, dann endet der Verkehr hinter den drei Y-Häuser. Das könne keiner wollen in dieser Gegend.

Die planerischen Voraussetzungen seien noch nicht ausreichend, aber es werde daran gearbeitet, versichert Baehrens.

Für die SPD seien Zukunftsinvestitionen wichtig - für die B10 braucht es so ein Programm.

„Wenn alle mitziehen, ist meine Zuversicht bei 10 auf der Skala“, sagt Färber (CDU). Die Hälfte des Verkehrs, der nach Geislingen fährt, fährt nicht bis Geislingen-Ost. Viele kommen dort gar nicht an.

20.29 Uhr: Thema B10:

„Es sieht gut danach aus, dass der Bau bis Mitte Geislingen fortgesetzt wird“, sagt Burchard (Grüne). Über Straßenbau müsse genau nachgedacht werden, da er nicht immer ökologisch sinnvoll sei - in Sachen B 10 sei das aber der Fall.

„Die Grünen übernehmen die Rolle der FDP“, findet Schmid (NWZ). Viele lachen, Semmler (FDP) schmunzelt: Das Thema sei natürlich wichtig für seine Partei. Was ihn stört: Die sehr schlechte Verkehrsinfrastruktur in Geislingen sei schlimm, weil sich Unternehmen dort nicht mehr ansiedeln. Es müssen aber Anreize geschaffen werden - wie über die Infrastruktur.

20.26 Uhr. „Ich würde gerne daran glauben, dass mehr getan wird“, sagt Katevas (Linke) mit einem Rest Skepsis. Dranbleiben ist sein Motto. Es gibt ein Zwei-Klassen-System bei den Versicherungen. Daran müsse gearbeitet werden.

20.24 Uhr: „Diese Bundesregierung hat für die Pflege mehr getan als jede andere hervor“, sagt Färber (CDU). Die gesetzlichen Vorgaben seien gegeben und mittlerweile sehe man auch erste Ergebnisse. „Die Pflege betrifft uns alle“, sagt er. Auch junge Menschen müssten daran denken.

20.21 Uhr: Die Rentenanrechnung sei bereits gestärkt worden, sagt Baehrens in Hinblick auf Münz’ Argumentation. Bevor jemand in ein Pflegeheim geht, wurde er bereits durchschnittlich sieben Jahre zuhause gepflegt.

Die Personalschlüssel von heute seien noch die von vor 20 Jahren. Hier muss angesetzt werden, sagt Baehrens.

Ein dritter Punkt, den sie will: Pflegepersonal muss aufgestockt werden.

„Wir brauchen für die Pflege einen gesonderten Tarifvertrag“, sagt Baehrens, weil beispielsweise in Norddeutschland viel schlechter bezahlt wird als hier.

20.19 Uhr: „Wir haben einen gewissen Jugendwahn und die Älteren schiebt man ab“, kritisiert Volker Münz. Die AfD wolle deswegen die Großfamilie stärken, die häusliche Pflege genauso - „zunächst einmal durch Angehörige.“ Die Pflege als Anrechnung auf die Rente: Das wäre „die beste Lösung“. Schön dabei sei auch, dass die menschlichen Beziehungen dadurch gestärkt und aufrecht gehalten werden.

20.17 Uhr: Burchard (Grüne): Es darf nicht so bleiben. Das Gesundheitssystem sollte auf mehrere Schultern verteilt werden - eine Bürgerversicherung, wie Baehrens zuvor schon vorgeschlagen hatte. Eine angemessene Finanzierung der Pflegeberufe wäre dadurch möglich.

20.15 Uhr: Jetzt geht es um den Pflegenotstand. „Hier liegt vieles im Argen“, kritisiert Thiele (NWZ).

Semmler (FDP): Pflegekräfte werden „gar nicht so schlecht bezahlt“. Es fehle aber die „absolute Würdigung“ dieses Berufs. „Wir müssen den Beruf fördern, auch mit einem positiverem Image.“ Pflegekräfte aus dem Ausland zu holen, findet er gut.

Nicht zu vergessen sei aber der immense Dokumentationsaufwand. „Der Mensch müsse wichtiger sein als Zeiten aufzuschreiben“.

20.12 Uhr: Möglicher Koalitionspartner für Burchard (Grüne)? „Wir wollen alle den Naturschutz“.

20.10 Uhr: Elektroautos durch Kohlekraftwerke betreiben? Macht keinen Sinn, unkt Katevas (Linke). Es braucht die richtige Technologie.

20.06 Uhr: Stabile Energiepreise will Semmler (FDP). Die Deutschen müssten ihren Teil dazu beitragen. Kernatomreaktoren werden abgeschaltet, „aber um uns herum werden neue gebaut.“ Ein Mix an Zieltechnologien muss da sein, um sinnvoll und umweltfreundlich zu wirtschaften. So könne das Energieproblem gelöst werden.Probleme dürften nicht ins Ausland exportiert werden, findet Färber (CDU). Die Energiewende sei erheblich schwieriger als zunächst gedacht. Er spricht da auch über die Windenergie, die Kritiker und die Nutzen.

20.03 Uhr: Münz (AFD) ist studierter Betriebswirt. Der Markt bildet den Preis, erinnert er. Aber: Die Folgekosten seien das Problem. Sie müssten vom Verursacher gezahlt werden.

„Ich bin sehr für Umwelt. Es ist die Bewahrung der Schöpfung“. Deswegen müssten die Verursacher von Schadstoffen zur Rechenschaft gezogen werden.

20.01 Uhr: Wichtigstes Ziel in der Umweltpolitik? „Der Klimawandel“, sagt Baehrens. Da sei eine gelunge Kommunikation mit anderen Ländern notwendig.

In diesem Zusammenhang wichtig, findet sie auch den Dieselskandal, der sich nicht wiederholen dürfe. Mobilität muss emissionsarm sei, um die Lebensgrundlagen auf der Erde zu erhalten.

19.58 Uhr: Semmler (FDP): Man könne einen Dampfer wie Deutschland mal nicht so eben umreißen. Noch sei im Land nichts passiert, für das es keinen Ausweg mehr geben könne.

19.55 Uhr: Nach Münz spricht Katevas (Linke). An der Bildung könne man noch feilen, denkt auch er. Die kostenlose Kindertagesstätte hätte man auch in Göppingen auch schon haben können, sagt er - die anderen Parteien seien aber dagegen gewesen.

Das momentane Ausbildungsgehalt reiche nicht, um einen jungen Menschen unabhängig zu machen. Auch über das Bafög findet er keine guten Worte. Studenten machten da schon ihre Witze.

19.53 Uhr: „Wir hatten mal ein gutes Bildungssystem in Deutschland, aber das haben die regierenden Parteien kaputt gemacht“, sagt Münz (AfD). Er meint damit unter anderem den Abschied vom dreigliedrigen Schulsystem und den Föderalismus. Münz wundert sich deswegen über die Aussagen, die er gerade von Färber und Baehrens gehört.

„Was schiefgelaufen ist, haben die zu verantworten, die hier sitzen.“ Das sehen auch andere im Odeon so.

19.50 Uhr: Viel an Verbesserungsbedarf! Das sieht auch Baehrens so. Sie freut sich über die Übereinstimmung mit der FDP und die Worte Semmlers zuvor.

Die Kindertagesbetreuung sollte künftig kostenlos sein, sagt sie. Die finanziellen Belastungen in Deutschland seien zu groß.„Wir sind eine Wissensgesellschaft“, betont sie und deswegen muss Wissen auch demokratisiert werden - frei zugänglich für jeden. Die Bildung darf nicht abhängen von Machtfaktoren.

Ebenfalls wichtig: der Einstieg in die Bürgerversicherung.

19.49 Uhr: Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land, ist Färber (CDU) wichtig. Da denkt Schmid von der NWZ schon an die Jamaika-Koalition...

Burchard (Grüne) ist es die Chancengleichheit ebenfalls ein großes Anliegen. Die Unterstützung der Kinder hält er für wesentlich. Es sei schlimm, wenn in diesem Land jedes siebte Kind Unterstützung braucht.

Bildung hängt vom Geldbeutel der Eltern ab. Das muss sich ändern.

19.43 Uhr: Es ist für Münz das wichtigste Thema. Jetzt hat er gehört, was seine Kontrahenten denken. Schmid von der NWZ will jetzt wissen, mit wem die AfD am ehesten zusammenarbeiten könnte. Münz hat eine klare Antwort: „Mit keiner“. Für Merkel sei das Image wichtiger gewesen als die Verantwortung für ihr Land, schimpft Münz.

Kathrin Bulling von der GZ fragt, wie Münz diese politische Position mit der christlichen Nächstenliebe vereine. Für die Frage bekommt sie Applaus. Hintergrund der Frage: Münz ist im Kirchengemeinderat. In der Bibel stehe nirgends, dass „wir die Grenzen öffnen sollen“. Er wolle auch nicht, dass andere leiden, aber „wir haben gar nichts gewonnen, wenn wir die innere Sicherheit opfern.“

19.41 Uhr: Katevas (Linke) sieht auch viel Panikmache beim Flüchtlingsthema. „Es darf keine Obergrenze für Menschenrechte geben.“ Menschen in Kriegsgebiete abzuschieben sei unmenschlich. Er hebt hervor, dass Deutschland einer der größten Waffenexporteure ist. Damit müsse Schluss sein: Keine Waffen aus Deutschland mehr. Für seine Forderung bekommt er viel Applaus von den Zuhörern im Odeon.

„Menschen sind keine Parasiten“

19.38 Uhr: „Es ist nichts Schlechtes, wenn Politiker denken“, sagt Färber (CDU) und sorgt für Gelächter. Er kommt zum Thema: Aus Terrorgebieten und Kriegsgebieten müssen wir Flüchtlinge aufnehmen - „Und wir brauchen für diese Menschen die Akzeptanz der Gesellschaft.“ Dafür müsse die CDU aber die Sicherheit der Menschen hier gewährleisten.

19.34 Uhr: Die Menschen sollen mutiger sein, findet Burchard. Baehrens (SDP) sieht das auch so: Der Unterschied zwischen Flucht und Zuwanderung ist wichtig. Als Industrienation brauchen wir Zuwanderung, so die SPD-Politikerin. Sie erinnerte an den Fachkräftemangel.

„Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen“, betont Baehrens. Hier müsse Deutschland als wohlhabendes Land mithelfen. 0,7 Prozent des BIP sollen ausgegeben werden für andere. Bislang sei Deutschland bei 0,4 Prozent. Das reicht nicht, um Menschen in anderen Ländern eine Lebensgrundlage zu geben.

Baehrens bekommt jetzt die gelbe Karte - „die akzeptiere ich gerne“; sagt sie belustigt.

19.32 Uhr: Wie steht Burchard dazu? Der Grüne will differenzieren zwischen Flüchtlingen und Zuwanderern. „Flüchtlingen müssen wir helfen. Das steht völlig außer Frage“, so der Grüne. Was Zuwanderer betrifft, ist ein besseres Einwanderungsgesetz notwendig: „Die Grenzen Europas müssen wir besser schützen.“ Eine Mauer könne keiner um Europa und Deutschland bauen, aber man müsse wissen, wer ins Land will.

Menschen dürften aber nicht von vornherein andere ablehnen.

19.30 Uhr: Was für Münz am wichtigsten ist, ist es auch für Semmler? Der FDP-Politiker findet, dass Merkels Asylpolitik richtig war. Aber es gehe darum, ein qualifiziertes Einwanderungsgesetz zu formulieren: Wer darf zu uns kommen? Welche Kriterien müssen entscheidend sein? Die Grenzpolizei muss deswegen gestärkt werden, glaubt Semmler. „Wir wollen als Europäer freie Grenzen innerhalb Europas.“ Um sich dort aber sicher zu bewegen, braucht es besseren Grenzschutz nach Außen.

19.27 Uhr: Zwischen Städten und Gemeinden muss es eine Balance geben, findet Färber (CDU). Er meint damit beispielsweise den Ausbau der B10. Der Raum Geislingen darf nicht vergessen werden. „Wir müssen in allen Bereichen wettbewerbsfähig bleiben.“

19.23 Uhr: Baehrens (SPD) will sich dafür einsetzen, dass Familien eine gerechte Entlohnung bekommen. Die Rente dürfe zudem nicht vergessen werden. „Niemand in unserem Land darf Angst haben vor dem Alter.“ Sie erinnerten an ihren Einsatz bei den Pflegestärkungsgesetze und betont, dass weiter daran gearbeitet werden muss, die Pflegebedingungen zu verbessern. Der Pflegeberuf muss aufgewertet werden, betont sie.

19.22 Uhr: Katevas (Linke) geht eines sehr nahe: der Pflegenotstand. Er selbst sei eineinhalb Jahren in Krankenhäusern gelegen. Pflegekräfte müssten sich um zu viele Kranke kümmern - nicht nur in der Nachtschicht. Pfleger und Krankenschwestern müssten einen enormen Stress durchleiden. Krankenhäuser dürfen nicht wie Unternehmen geführt werden, nicht das Monetäre dürfe entscheidend sein - sondern die Pflege. Deswegen steht für ihn fest: Es braucht mehr Pflegekräfte.

19.20 Uhr: Burchard liegt vor allem die Umwelt am Herzen - „der respektvolle Umgang mit der Umwelt“. Sein großes Anliegen sei deswegen so zentral, weil den folgenden Generationen nicht die Gestaltungsmöglichkeit genommen werden. „Sie sollen nicht nur reparieren müssen, sie sollen gestalten dürfen.“

19.19 Uhr: Die Flüchtlingskrise „werden wir meistern“, ist dagegen Semmler überzeugt. Das Thema sei wichtig, aber das bekäme Deutschland schon hin. Ihm ist die Chancengleichheit wichtiger. Er spricht über die bekannte Tatsache, dass gerade Akademikerkinder einen einfacheren Start ins Berufsleben haben. Für die „freien Demokraten“ ist es wichtig, die gleichen Chancen zu haben. Andernfalls könne sich auch keiner frei entscheiden.

19.18 Uhr: Welches Thema ist das wichtigste Thema in Deutschland, will Thiele wissen. Er fragt Münz: die Zuwanderung. „Sie muss begrenzt werden. Wir müssen das Wanderungsproblem in der Welt verantwortungsethisch lösen.“

19.15 Uhr: Katevas (Linke) will sich um soziale Themen wie die Rentenpolitik und den Pflegenotstand bemühen. Mit seinen 23 Jahren ist er der unerfahrenste Politiker, räumt er ein. Dafür bringe er frischen Wind rein.

19.14 Uhr: Hans-Peter Semmler ist ein „ganz klassischer Vorälbler hier in der Region“. Er betreut Familienbetriebe im Bereich der Prozessberatung. Es geht ihm um Arbeitsplatzerhalt in seinem Beruf - und genau dieses Wissen will er auch in die Politik mitnehmen.

19.12 Uhr: Volker Münz von der AfD will in den Bundestag, weil er in seiner Partei „einen Gegenpart zum Einheitsbrei der anderen Parteien“ sieht. Es gibt viele Fehlentwicklungen im Land, betont er.

19.10 Uhr: Burchard von den Grünen stellt seine Heimatbezogenheit in den Vordergrund. Er will die Göppinger Interessen nach Berlin bringen, beispielsweise die Bedeutung der Landwirtschaft.

19.08 Uhr: Die Kandidaten stellen sich vor:

Baehrens und Färber können auf einen reichhaltigen Erfahrungsschutz aus ihrer bisherigen Tätigkeit als Bundestagskandidaten verweisen. Färber berichtet von seiner Arbeit und seiner Initiative für Vereine, Baehrens berichtet über ihre soziale Arbeit beim Kreisbehindertenring.

19.06 Uhr: Kathrin Bulling erklärt die Regel mit den gelben Karten.

19.04 Uhr: Schmid erklärt den Kandidaten, dass es mehrere Fragerunden heute Abend geben wird, in denen wichtige Wahlkampfthemen diskutiert werden sollen. Es geht allerdings nicht nur um reine Politik, denn die sechs Kandidaten sollen sich eben auch persönlich zeigen, damit sich die Wähler im Landkreis ein genaues Bild von ihnen machen kann.

19 Uhr: Pünktlich begrüßt NWZ-Redaktionsleiter Helge Thiele die Gäste. Er stellt seine Kollegen Joachim Schmid (NWZ) und Kathrin Bulling von der Geislinger Zeitung vor.

18.59 Uhr: Vor Ort sind heute sechs Bundestagskandidaten aus dem Landkreis:

Heike Baehrens (SPD), Hermann Färber (CDU), Konstantinos Katevas (Linke), Volker Münz (AfD), Dietrich Burchard (Grüne) und Hans-Peter Semmler (FDP).

18.58 Uhr: Bis 21 Uhr haben die Bundestagskandidaten heute Zeit, ihre Standpunkte zu erklären. Für jede Antwort bekommen sie maximal zwei Minuten Zeit. Wer diese überschreitet, bekommt ein gelbe Karte von GZ-Jugendjournalistin Angelina Neuwirth.

18.55 Uhr: Um die Wartezeit zu verkürzen spielt der Göppinger Pianist Hartmut Zeller für die Zuschauer.

18.53 Uhr: In sieben Minuten startet der Talk. Das Odeon füllt sich weiter. Rund 270 Menschen sind heute Abend hier.

18.45 Uhr: Willkommen beim Live-Ticker der GZ und der NWZ. Wir berichten live aus dem Odeon in Göppingen, wo sich heute die Bundestagskandidaten den Fragen von Helge Thiele (Redaktionsleiter NWZ), Joachim Schmid (stellvertretender Redaktionsleiter NWZ) und Kathrin Bulling (stellvertretende Redaktionsleiterin GZ) stellen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Bundestagswahl 2017

Alle Infos zur Bundestagswahl 2017 auf Kreisebene gibt es hier.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ära Herwig endet, Osiander beginnt

Im April gab Till Herwig bekannt, seine gleichnamige Buchhandlung an Osiander aus Tübingen verkaufen zu wollen. Nun ist es soweit: Morgen hat Herwig zum letzten Mal geöffnet. weiter lesen