Licht am Heininger Finanzhimmel

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Kämmerer sind von Haus aus vorsichtig rechnende Menschen und erwarten immer Ungemach. Verbandskämmerer Lothar Stuiber macht da keine Ausnahme. „Die finanzielle Situation hat sich im Laufe des Jahres deutlich verbessert“, konnte er dem Gemeinderat mitteilen. Und auch Bürgermeister Norbert Aufrecht sprach von „einem ordentlichen Ergebnis“.

Beide warnten aber „vor rosigen Träumen“. Denn: „Wir profitieren nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung. In Heiningen sind viele Kleinbetriebe, aber keine großen Steuerzahler ansässig.“ Ausnahme sei der Gewerbepark Voralb, an dessen Gewerbesteueraufkommen die Voralbgemeinde mit 20 Prozent beteiligt ist. Dass die Steuereinnahmen dort sprudeln, wirkt sich aus. Rund 245 000 Euro mehr konnte Stuiber ver­buchen. Zudem stiegen die Landeszuweisungen um rund 200 000 Euro. Unterm Strich kann er aus dem laufenden Betrieb einen Überschuss von 800 000 Euro erwirtschaften. Geplant ­waren ­220 000 Euro. Der Überschuss fließt in Investitionen.

Die Liste der Projekte, die in den kommenden Jahren verwirklicht werden sollen, ist lang. Das machte das Investitionsprogramm deutlich, das Stuiber vorstellte. Bis 2020 umfasst es zwölf Millionen Euro. Große Brocken sind ein neues Feuerwehrfahrzeug (2018: 300 000 Euro), die weitere Sanierung der Hauptstraße (2017/2018: 500 000 Euro), Straßenreparaturen (2019: 265 000 Euro), der Kostenanteil an der Voralbhalle (bis 2020: 645 000 Euro), Sanierungsarbeiten am Haus in der Breite (2017/2018: 200 000 Euro) oder die Sanierung des Daches der Aula der Ernst-Weichel-Schule (100 000 Euro). Zudem steht die weitere Sanierung des Ortskerns mit dem Bau eines Bürgerbüros an. Die geschätzten Kosten von 1,1 Millionen Euro für Letzteres sind „ein Wahnsinnsbetrag. Das muss deutlich günstiger zu realisieren sein“, so Aufrecht. Die Gemeinderäte haben in den kommenden Wochen Zeit, eigene Wünsche zu formulieren. Viel Spielraum haben sie nicht. Das machte der Kämmerer angesichts der bereits auf den Weg gebrachten zahlreichen Projekte deutlich. Margit Haas

Info Der Nachtragshaushalt hat einen Umfang von 13,5 Millionen Euro. Der ­Löwenanteil, nämlich 10,7 Millionen Euro fließen in laufende Ausgaben. Zum Jahres­ende wird jeder der gut 5000 ­Heininger bei einem Schuldenstand von 3,3 Millionen Euro mit 656,49 Euro Gemeindeschulden belastet sein.

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