Leuchtende Laternenumzüge zum Martinstag

An Sankt Martin wird die Nacht bunt: Vielerorts ziehen Kinder mit Laternen durch die Straßen und erinnern an den Heiligen.

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Viele hundert große und kleine Zaungäste mit ihren teilweise originellen Laternen bildeten zwischen Feuerwehr und dem Pflegeheim St. Josef eine großartige Kulisse für die Premiere des Martinsspiels in Salach. Vorfreude und neugierige Spannung stand in den Gesichtern der jüngsten Salacher. Rund 350 Jungen und Mädchen trafen sich in ihren jeweiligen Kindergärten, um im Sternmarsch mit ihren leuchtenden Laternen zum Feuerwehrhaus zu gelangen. Auch zahlreiche Schulkinder der Staufeneckschule machten sich auf den Weg in die Ortsmitte zum Feuerwehrhaus, dort bewirteten die Floriansjünger mit wärmenden Getränken.

Bürgermeister Bernd Lutz freute sich über die Resonanz und nach seiner Begrüßung ließ Pfarrer Robert Lukaschek die Geschichte von Sankt Martin aufleben. Währenddessen ritt der Heilige (in Person von Yvonne Hanke) langsam mit seinem roten Mantel auf den barfuß am Wegesrand sitzenden Bettler zu. Nach der Mantelteilung erklang vielstimmig „Laterne, Laterne“, unterstützt vom Salacher Musikverein.

Auch halb Ebersbach war am Dienstag beim von Pro Ebersbach organisierten stimmungsvollen Martinilauf in der Innenstadt auf den Beinen. Pilze, Gänse, Frösche, Eulen, Eichhörnchen, der Mond, Sterne, ja sogar eine Laterne von Bayern München, alles selbst gebastelt, getragen von stolzen Kinderhänden, dies alles gab es zu bestaunen. Als erste Station wurde am Rathaus die Legende vom heiligen Martin von Lukas Nagl und Leni Schmidtke gespielt, begleitet vom Jugendorchester des MV Ebersbach. Im Schein von Fackeln der Jugendfeuerwehr setzte sich der Umzug dann in Richtung Ludwigstraße in Bewegung. Dort wurde das Laternenlied angestimmt. Diese Melodie wurde von den Kindern bis zum Abschluss im Kaufmannareal weiter gesummt. Dort gab es dann für jeden Teilnehmer eine riesige, süße Martinsgans. Auch in Ebersbach-Sulpach fand ein stimmungsvoller Laternenumzug statt.

Carl-Josef Eilhoff, Pfarrer im Ruhestand, erinnerte in Geislingen in seiner Predigt an den Namensgeber des Festes: Den Heiligen Sankt Martin, der seinen warmen Mantel mit einem Bettler teilte. Die Eybacher Kinder hören gespannt zu und können natürlich sofort Antwort geben, als Eilhoff fragt: „Und wie können wir anderen eine Freude machen?“ Die Kinder platzen heraus: „Wenn wir ihnen helfen und unsere Sachen teilen.“ Nach der Messe dürfen die strahlenden Kinder gemeinsam mit ihren Eltern endlich die Kerzen in den selbst gebastelten Laternen entzünden. Hinter buntem Papier und lustigen Formen schimmert der Kerzenschein hervor, einige Anwohner haben sogar ihre Gärten entlang der Prozession mit Lichtern dekoriert. Die erste Station auf dem abendlichen Marsch durchs Dorf ist der Kindergarten, vor dem die Kinder ihre Laternen schwenken und singen. Bei der ökumenischen Feier führt der Weg weiter zur evangelischen Kirche, wo die Konfirmanden mit Kuchen und heißem Punsch die kleinen Sänger erwarten.

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