Letzte Chance für weiterführende Schule

Wird die Stauferschule Wäschenbeuren keine Gemeinschaftsschule, bedeutet dies das Aus für die weiterführende Schule im Ort. Jetzt soll im August vor dem Verwaltungsgerichtshof verhandelt werden.

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Die Wäschen- beurener Stauferschule als weiterführende Schule steht vor dem Aus. Nachdem die Gemeinde als Schulträger vor rund einem Jahr mit ihrer Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule gescheitert war, gibt es für das kommende Schuljahr für die 5. Klasse der Werkrealschule keine Anmeldungen.

"Das würde auf längere Sicht hin gesehen faktisch den Tod der weiterführenden Schule in Wäschenbeuren bedeuten", weiß auch Bürgermeister Karl Vesenmaier. "Das wäre nicht nur bitter, sondern dadurch würde auch vieles in den Sand gesetzt, was hier in den vergangenen Jahren geschaffen wurde."

Doch noch hat man in der Schurwaldgemeinde die Hoffnung auf den Verbleib einer weiterführenden Schule nicht aufgegeben. Wäschenbeuren hatte mit den anderen klagenden Kommunen für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule - Obersontheim (Kreis Schwäbisch Hall), Igersheim (Main-Tauber-Kreis) und Kirchardt (Kreis Heilbronn) - schon vor langem Widerspruch gegen das Stuttgarter Urteil eingelegt. Jetzt scheint der Verhandlungstermin vor der nächsthöheren Instanz, dem baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof in Mannheim, festzustehen. "Voraussichtlich am 12. August wird dort verhandelt", sagt Bürgermeister Vesenmaier.

"Wir sind froh, dass das Verfahren jetzt endlich stattfindet, auch wenn der Termin mitten in der Urlaubszeit liegt." Aufgrund der von den Anwälten der klagenden Kommunen vorgetragenen Berufungsbegründung "sind wir der guten Hoffnung, dass die Zweitinstanz der Gemeinde zu ihrem Recht verhilft", so der Rathaus-Chef. "Denn die damalige Entscheidung ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie wirkt etwas übers Knie gebrochen."

Die fehlenden Anmeldezahlen für das Schuljahr 2014/2015 seien vielmehr mit der unsicheren Zukunft der weiterführenden Schule in Wäschenbeuren zu begründen. "Wenn wir den Status der Gemeinschaftsschule bekommen, werden die Karten neu gemischt", ist Vesenmaier überzeugt. "Denn durch ein positives Gerichtsurteil zu unseren Gunsten würden die Eltern der Schüler Verlässlichkeit erhalten", sagt er.

Zumal die Stauferschule als weiterführende Schule ein tolles Konzept habe und eingebettet in die behütete dörfliche Struktur sei, meint Vesenmaier.

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