Leberleiden sind tückisch

Am heutigen Freitag ist der 16. Deutsche Lebertag. Die Alb-Fils-Kliniken weisen in einer Mitteilung darauf hin, dass Erkrankungen an dem Organ eigentlich gut zu behandeln sind, aber oft nicht erkannt werden.

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Die Leber ist das größte innere Organ im menschlichen Körper. Sie wiegt etwa 1,5 Kilogramm.  Foto: 

"Neue Chancen für die Leber" - das Motto des 16. Deutsche Lebertags will darauf hinweisen, dass es sich lohnt, auf seine Leber zu achten und sie gesund zu erhalten. Neue Chancen für die Leber gibt es auch deshalb, weil gerade in jüngster Zeit neue, effektive Medikamente für die Behandlung von Lebererkrankungen zur Verfügung stehen. Viele Lebererkrankungen können heute gut behandelt werden, teilen die Alb-Fils-Kliniken (AFK) mit. Nicht nur Medikamente, auch den Lebensstil zu verändern, könnten zur Besserung von Lebererkrankungen beitragen oder deren Entstehung ganz verhindern.

Die Leber ist das größte innere Organ des menschlichen Körpers und das wichtigste Entgiftungsorgan: Sie filtert Blut und baut Stoffwechselprodukte, Medikamente und Giftstoffe ab. Falsche Ernährung, Medikamente, Umwelteinflüsse und Virusinfektionen können zu dauerhaften Schäden der Leber führen. Lebererkrankungen sind weit verbreitet, etwa fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Lebererkrankung. Die Erkrankungen verlaufen schleichend und bleiben häufig unerkannt, weil sie keine Symptome aufweisen und die Leber keine Nervenzellen hat, die den Schmerz weiterleiten können. "Dass sie lange ohne spezifische Beschwerden bleiben, macht sie so tückisch. Deshalb ist eine regelmäßige Überprüfung der Leberwerte wichtig, um frühzeitig eine Schädigung zu erkennen", sagt Dr. Klaus Metter, Leiter des Leberzentrums an den AFK und Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie in Göppingen.

Allein an chronischer Hepatitis B und Hepatitis C sind Hunderttausende, bis zu einer Million, Menschen in Deutschland erkrankt - die meisten, ohne es zu wissen. Hinzu kommen Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem die eigenen Leberzellen angreift sowie Fettlebererkrankungen. Schätzungsweise 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter Fetteinlagerungen der Leber. "Fettlebererkrankungen werden gefährlich, wenn die Verfettung zu einer Leberentzündung führt", erklärt Professor Andreas Schuler, stellvertretender Leiter des Leberzentrums und Chefarzt an der Helfensteinklinik.

Durch die Entzündung komme es zu einer Vernarbung der Leber. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, drohten Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs. Erste Anzeichen einer Erkrankung können erhöhte Leberwerte sein, die der Arzt bei einer Blutuntersuchung feststellen kann. Sind Lebererkrankungen erst einmal erkannt, kann man sie häufig gut behandeln. Fettlebererkrankungen lassen sich meist schon durch Abbau von Übergewicht und eine Änderung des Lebensstils deutlich verbessern. Gleiches gilt für alkoholbedingte Lebererkrankungen.

Für eine kompetente Betreuung der Leberpatienten wurde an den AFK die Expertise unterschiedlicher medizinischer Fachdisziplinen gebündelt. Der Deutsche Lebertag wird gemeinsam organisiert von der Deutschen Leberstiftung, der Deutschen Leberhilfe und der Gastro-Liga. Das Leberzentrum der AFK ist assoziierte Klinik der Deutschen Leberstiftung.

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