Lebensretter enttäuscht vom 24-Stunden-Schwimmen

Nur rund 70 Sportler haben beim Süßener 24-Stunden-Schwimmen ihre Bahnen gezogen. Der jüngste Schwimmer war fünf Jahre, der älteste 80.

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Mehrere Schwimmer hatten sich ein persönliches Ziel gesetzt, wie viele Bahnen sie schaffen wollen.  Foto: 

Am Beckenrand sitzen einige Schwimmer, eingehüllt in ihre Handtücher, im Becken des Süßener Hallenbades ziehen andere unermüdlich ihre Bahnen. Eine, die schon ihre Urkunde in der Hand hält, ist Alisa Schindler. Für sie war der sportliche Wettbewerb etwas Besonderes. "Ich bin in meinen Geburtstag hinein geschwommen", erzählt die Neunjährige, die gemeinsam mit Papa Andreas mitgemacht hat. Genau um Mitternacht stand Mama Mirjam mit der Geburtstagstorte am Beckenrand parat.

Nach längerer Pause hat die Ortsgruppe Süßen/Salach der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit dem Süßener Ausdauersportteam und der Stadt im vergangenen Jahr das 24-Stunden-Schwimmen wieder auf die Beine gestellt, zehn Jahre Erfahrung haben die Organisatoren schon.

Rund 70 Schwimmer sind am Wochenende im Süßener Hallenbad angetreten. "Wir hätten uns mehr Resonanz erhofft", sagt Fabian Schoch, der stellvertretende Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Süßen. Mit 100 Mitstreitern hat man gerechnet. "Wir hätten früher in die Werbung einsteigen sollen", meint Schoch. Ein Grund könne auch sein, dass erst jüngst in Göppingen ein 24-Stunden-Schwimmen stattgefunden habe. "Wir überlegen bereits, die Veranstaltung künftig im Frühjahr zu machen", sagt Schoch, denn in den Jahren 1993 bis 2003 wurde immer eher am Jahresanfang geschwommen. Da sei die Resonanz deutlich besser gewesen.

Rund 70 Helfer waren am Wochenende im Einsatz. Sie sorgten für die Bewirtung und Sicherheit und zählten die geschwommenen Bahnen. "Die meisten waren Einzelstarter", weiß Fabian Schoch, und die Altersspanne war groß. Der älteste Teilnehmer war stolze 80 Lenze alt, die jüngste Schwimmerin fünf Jahre. Immer wieder fragten die Sportler am Beckenrand ihre geschwommenen Bahnen ab, sie haben sich individuelle Ziele gesteckt. "Die Kinder versuchen auch, sich gegenseitig zu übertreffen", erklärt Schoch. Kostendeckend zu arbeiten, sei das Ziel der Organisatoren. "Wenn wir einen Überschuss erwirtschaften, geht das Geld an die DLRG-Jugend", erklärt Schoch.

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