Lauterstein will den Verkehrslärm senken

Täglich fahren mehr als 8200 Fahrzeuge auf der B 466 durch Lauterstein. Daher will die Kommune einen Lärmaktionsplan erstellen lassen.

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Zusammen mit der Nachbargemeinde Böhmenkirch beabsichtigt Lauterstein einen Lärmaktionsplan zu erstellen. Diese Absicht wurde während der Gemeinderatssitzung bekräftigt. Beide Gemeinden werden von der B 466 durchschnitten. Die tägliche Belastung für Lauterstein liege bei mehr als 8200 Fahrzeugen am Tag. "Demnach ist die Stadt Lauterstein verpflichtet, einen Lärmaktionsplan aufzustellen", erklärte Kämmerer Benjamin Heilig.

Lauterstein gilt nach der sogenannten Umgebungslärmrichtlinie als besonders belastet. Dieser Richtlinie liegen Richtwerte und die Zahl der dem Lärm ausgesetzten Personen zugrunde. Nach Berechnungen der Landesanstalt für Umwelt und Messungen werden in der Kommune sowohl die Richtwerte, als auch die Zahl der dem Lärm ausgesetzten Menschen überschritten. Tagsüber müssten 91 Personen unter einem Lärmpegel von mehr als 65 Dezibel leiden, nachts sind dem bei auf 55 Dezibel reduzierten Richtwert sogar 99 Personen ausgesetzt. Als Quelle wurde die Lärmkartierung Baden-Württemberg mit Stand vom 31. Oktober 2013 herangezogen.

Da Böhmenkirch ebenfalls von der Bundesstraße durchzogen werde, sei es aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, zusammen einen Lärmaktionsplan zu erstellen. "Verlagerungseffekte und damit vermeidbare Belastungen können so leichter verhindert werden", sagte Heilig. Zudem könnten auch die Kosten insgesamt günstiger gestaltet werden. Ein Lärmaktionsplan fasst Möglichkeiten und Maßnahmen zusammen, wie der Lärm gemindert und die daraus entstehenden Gesundheitsgefahren für die Menschen gesenkt werden können. Maßnahmen können beispielsweise Geschwindigkeitsreduzierungen, Lärmschutzwände bis hin zu sogenanntem "Flüsterasphalt" auf der Fahrbahn sein.

Die Kosten für den Lärmaktionsplan müssten zuerst noch ermittelt werden, denn die Begleitung durch ein Fachbüro sei notwendig. Sobald die Abstimmung mit der Nachbargemeinde Böhmenkirch erfolgt sei, werde dies dem Gemeinderat in Lauterstein zu Beschlussfassung vorgelegt. Allerdings sollten schon in den Haushaltsplan für 2016 entsprechende Mittel eingestellt werden. Für den Teilbereich Nenningen könnten eventuell im Rahmen des Landessanierungsprogramms schon Maßnahmen umgesetzt werden.

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