Kunstrasenplatz soll so schnell wie möglich kommen

Das Konzept für das Sportzentrum Haldenberg steht. Das Funktionsgebäude am Stadion soll aufgestockt und so zum Vereinsheim werden.

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Der Kunstrasenplatz wird zuerst gebaut, voraussichtlich auf dem grün markierten Platz. Das Grundstück gehört der Stadt Uhingen bereits, im Gegensatz zum Alternativstandort westlich davon. Die Turnhalle (Position 11) wird noch nicht so schnell kommen.  Foto: 

Das geplante Sportzentrum am Uhinger Haldenberg gewinnt an Konturen. Der Gemeinderat hat jetzt Standorte für einen Kunstrasenplatz und eine später zu bauende Turnhalle festgelegt sowie die Aufstockung des Funktionsgebäudes am Stadion für die Zeit nach 2018 beschlossen. Diese Lösung koste mit 500.000 Euro nur die Hälfte eines Neubaus, erläuterte Berater Gerhard Ueding, der ehemalige Bad Ditzenbacher Bürgermeister. Das Gebäude sollen sich die beiden Uhinger Fußballvereine, die fusionieren wollen, teilen. Es soll aber auch anderen Vereinen offenstehen. Wie genau Nutzung und Finanzierung geteilt werden, muss aber noch in Gesprächen geklärt werden. Die beiden Vereine haben bereits deutlich gemacht, dass sie selbst kein Geld für einen Neubau haben.

Sicher ist, dass der Kunstrasenplatz als erstes verwirklicht wird. Ende dieses Jahres soll die Planung stehen, dann wird ein Zuschuss auf Sportstättenförderung gestellt. Wenn die Zusage da ist, sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, so plant die Stadt. Es könnte sein, dass der Platz statt auf dem jetzt favorisierten Grundstück, das der Stadt Uhingen bereits gehört, westlich davon gebaut wird. Ueding empfahl, dort einen Grunderwerb anzustreben, denn dann würde das Sportgelände „kompakter“, und das Spielfeld wäre weiter weg von der Bebauung. Sollte sich keine schnelle Einigung erzielen lassen, wird dort gebaut, wo es bisher geplant ist.

Ob das dann 2018 tatsächlich passiert, hängt von der Haushaltslage ab. Die ist zwar sehr günstig und viel besser als veranschlagt, wie Kämmerin Kathrin Vater in ihrem Jahresabschluss 2016 deutlich machte. Doch angesichts der vielen Vorhaben, die die Stadt Uhingen in nächster Zukunft anpacken will, müssen Prioritäten gesetzt werden.

Zum Bau des Kunstrasenplatzes bekannten sich jedoch alle Fraktionen ganz entschieden. Zukunftsmusik ist derzeit noch eine dreiteilige Halle, die westlich des Stadions an der Panoramastraße entstehen könnte. Es soll eine Trainingshalle in einfacher Bauweise werden mit einer Spielfeldfläche von 44 Metern auf 22 Metern, wo alle Sportarten bis auf die Leichtathletik ausgeübt werden könnten.

Rainer Frey (FWV) schlägt vor, diese Halle wegen der steilen Böschung lieber oben auf dem jetzigen Tartanplatz zu bauen, was Susanne Widmaier (SPD) nicht gut findet, da sie den Kunstrasenplatz – sollte er am Alternativstandort gebaut werden – beschattet: „Der vermoost dann und wird rutschig.“ – „Die Halle ist heute noch nicht entscheidungsrelevant“, unterstrich Bürgermeister Matthias Wittlinger. Sabine Braun (CDU) stellte fest, der Kunstrasenplatz verschlinge so viel Geld – zusammen mit dem Rasenplatz in Sparwiesen zwei Millionen Euro – , dass man nicht umhin komme, alles andere in die mittelfristige Planung zu verschieben. Wie seine Vorredner sagte Ulrich Langer (FDP), wichtig sei, dass das geplante Vereinsgebäude von allen dort aktiven Vereinen genutzt werden soll.

Noch weiter in die Zukunft gerichtet sind Pläne, mit denen auch der Leichtathletik optimale Bedingungen geboten werden. Denn dort braucht man viel Platz, etwa eine 60-Meter Bahn, die mit Auslauf 75 Meter lang ist, besondere Bodenbeläge und Anlagen für Hoch-, Weit- und Stabhochsprung. Wie Manfred Hummel, Vorsitzender des TGV Holzhausen, sagte, findet diese Woche ein Gespräch mit dem Württembergischen Landessportverband statt. Inhalt: Könnte Uhingen irgendwann ein Leichtathletik-Leistungszentrum bekommen? Der FWV-Stadtrat dämpfte aber übergroße Erwartungen: „Der Verband ist bisher noch nie als Bauträger aufgetreten.“ Auch Gerhard Ueding meinte: „Eine Leichtathletik-Halle werden wir die nächsten zwei, drei Jahre nicht verwirklichen können.“ Für die Aufstockung des Funktionsgebäudes zum Vereinsheim habe er indessen schon ein Grundkonzept für die Nutzung. Es seien verschiedene Lösungen denkbar.

Kämmerin Kathrin Vater soll nun die Kosten für alle später anvisierten Projekte in die Finanzplanung aufnehmen – in Klammern, also nicht verbindlich. Mit drei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat dem Sportstätten-Planungskonzept zu.

Zusammenschluss: Der FC und der FSV Uhingen wollen sich offenbar zusammenschließen. Am Freitag, 11. August, findet um 18 Uhr eine außerordentliche Mitgliederversammlung des FC Uhingen statt. Punkt 6 der Tagesordnung ist, wie auf der Facebook-Seite des Vereins nachzulesen, eine „Information über den geplanten Zusammenschluss der beiden Nachbarvereine“. FC und FSV wollen künftig unter neuem Namen und mit neuen Vereinsfarben auftreten.

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