Kulturzentrum für Albershausen Erweiterung des Schulhauses vor 50 Jahren gefeiert - Namenspatron kommt nicht

Nicht nur Schule: Als Kulturzentrum bezeichnet Albershausen seinen Erweiterungsbau an der alten Schule, der am 12. Juni 1965 eingeweiht wird. Sporthalle und Schwimmbad sind in Planung.

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Hier wurde für die Zukunft gebaut: Links das alte Schulhaus und rechts der Erweiterungsbau. Auch der Eingang des Schulhauses wurde verlegt, er führt jetzt direkt in den Pausenhof.  Foto: 

Viele Hundert Einwohner und zahlreiche Ehrengäste nahmen an der zweistündigen Einweihungsfeier des Albershäuser Schulneubaus unter lachender Sonne teil, stand zwei Tage später, am 14. Juni 1965, in der NWZ zu lesen. Eineinhalb Jahre betrug die Bauzeit für das 37 Meter lange, dreigeschossige Gebäude, das 1,6 Millionen D-Mark verschlang und damit das bisher größte und teuerste Projekt der Gemeinde darstellt.

Das Anwachsen der Einwohnerzahl Albershausens auf mittlerweile 2881 Bürger machte die Vergrößerung der Schule notwendig. Bereits 1957 war der Beschluss zum Bau des neuen Schulhauses als Erweiterungsbau zur alten Schule gefasst worden. Fast drei Morgen Gelände waren dafür von der Gemeinde aufgekauft worden. Wegen dringender Aufgaben war der Baubeginn schließlich auf 1963 verschoben worden, genau 50 Jahre nach dem Baubeginn des alten Schulhauses, dessen Fertigstellung damals mitten in den Ersten Weltkrieg fiel. Der neue Anbau ist ein Stahlbetonskelettbau mit Sichtmauerwerk, das unter anderem sechs lichtdurchflutete Klassenzimmer, eine Schulküche und eine Aula beherbergt. Beim Innenausbau wird auffällig viel Holz verwendet, das aus dem Albershäuser Wald stammt. Bei den Kapazitätsplanungen ist auch die 1967 anstehende Einführung des neunten Schuljahres berücksichtigt worden. Und die Planungen für die Zukunft sehen noch weitaus Größeres vor für das Gelände: In naher Zukunft sollen eine Schulturnhalle samt Lehrschwimmbecken und ein Sportplatz entstehen. Damit sollte der Komplex die Bezeichnung "Kulturzentrum" verdient haben. Ein kleiner Festsaal bietet den Rahmen für kulturelle Veranstaltungen, die in der Gemeinde abgehalten werden.

Was sonst noch geschah . . .

12. Juni 1965: In den Göppinger Kinos läuft "Die Strohpuppe" mit Sean Connery und Gina Lollobrigida, "Unsere tollen Tanten" mit Trude Herr, Gus Backus und Bill Ramsey sowie Sergio Leones Italo-Western "Für eine Handvoll Dollar" mit Clint Eastwood.

16. Juni 1990: Der Kreistagsausschuss diskutiert über die Einführung der Biotonne. Bisher gibt es Zweifel, da in der Biomüllkompostieranlage Witzenhausen Dioxin gefunden wurde.

18. Juni 1990: Die Partnerstädte Ebersbach und Bourg-Lès-Valence (Frankreich) feiern ihre zehnjährige Partnerschaft.

20. Juni 1965: In Reichenbach/Fils wird nach vierjähriger Bauzeit das neue Sportstadion im Mönchsbrühl eingeweiht. Außerdem ist geplant, ein neues Freibad in unmittelbarer Nähe zu erbauen, da das alte Bad der Filstaltrasse zu weichen hat.

SWP

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