Kulturamtsleiterin hat das Wohl der Besucher im Auge

Die Uhinger Kulturamtsleiterin Corinna Keppeler ist Herrin über das Uditorium. Wir haben mit ihr über nummerierte Plätze und das Gedränge in der Pause gesprochen.

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Die Uhinger Kulturamtsleiterin Corinna Keppeler vor dem Uditorium.  Foto: 

Corinna Keppeler (vormals Ziegler) ist seit über fünf Jahren Kulturamtsleiterin und zuständig für das Programm und den Service rund um das im Herbst 2004 eröffnete Uditorium. Doch wie verhält es sich mit den Eintrittspreisen oder dem Catering?

Was hat sich unter Ihrer Regie im Uditorium verändert?

Corinna Keppeler: In den Anfangsjahren musste die Stadt viele Eigenveranstaltungen machen, bis es so richtig anlief und die Veranstalter auf uns aufmerksam wurden. Heute haben wir ein vielfältiges, abwechslungsreiches Programm, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Das heißt konkret?

Es wurde anfangs mehr ausprobiert und mehr Geld in die Hand genommen. Jetzt haben wir viele Agenturen, die das Haus anmieten.  In diesen Fällen treten wir als Vermieter und Vorverkaufsstelle auf und tragen kein finanzielles Risiko. Natürlich wägen wir immer ab, was passt zu unserem Haus, wie viele Aufführungen einer Art machen im Laufe eines Monats Sinn. Eigene Stadtveranstaltungen organisieren wir auch, so sind beispielsweise Klassik oder Schlager aus unserem Jahresprogramm nicht mehr wegzudenken und ergänzen das Angebot wunderbar.

Sie haben also keinen Kontakt zu den Künstlern?

Die Verträge mit den Künstlern laufen bei Fremdveranstaltungen nicht über uns. Wir müssen in diesen Fällen also nicht kalkulieren, welche Gage bezahlt und welche Einnahmen entsprechend eingespielt werden müssen. Die Agenturen mieten unser Haus nur an.

Bedeutet im Umkehrschluss: wenig Besucher – nicht unser Problem?

Unsere Veranstaltungen sind durchweg gut besucht. Natürlich wollen wir, dass jedes Programm großen Zuspruch erfährt und unterstützen daher die Agenturen in der Planung, Organisation und Werbung. Ob feste Gagen oder prozentuale Beteiligungen, das ist immer Verhandlungssache der Agenturen, darauf haben wir im Kulturamt wie auch bei der Festlegung der  Eintrittspreise  keinen Einfluss.

Wer entscheidet die Bestuhlung, ob freie Platzwahl oder nummerierte Sitze?

Wenn wir nur als Vermieter auftreten, haben wir leider keinen Einfluss auf die Rahmenbedingungen. Die Agenturen entscheiden selbst, ob nummerierte Plätze oder freie Platzwahl. Unsere eigenen Veranstaltungen sind immer nummeriert, weil es für die Besucher einfach entspannter ist.

Und warum funktioniert das nicht immer?

Ich habe das Thema schon öfter bei den Agenturen angesprochen. Doch die meisten arbeiten mit mehreren Ticketsystemen. Dadurch steigt der Aufwand, denn der Vorverkauf muss bei nummerierten Sitzplätzen laufend überwacht werden. Doch auch die Besucher, die nicht in den ersten Reihen sitzen, kommen auf ihre Kosten: wir haben  in eine neue Tonanlage investiert, mit der man auf jedem Platz bis in die hintersten Reihen sehr gut hört und haben obendrein darauf geachtet, dass wir auch im Foyer eine fest installierte Beschallung haben.

Thema Catering, nicht alle Besucher sind da immer zufrieden.

Da wir keinen festen Caterer haben, ist der Veranstalter frei in der Organisation der Pausenbewirtung. Bringen die Agenturen  kein eigenes Personal mit oder können die Vorbereitungen nicht stemmen, springen wir ein. So bleibt es dem Veranstalter überlassen, ob er nur Getränke oder auch Snacks anbietet und vor allem, zu welchen Preisen. Was wir allerdings immer als kostenlosen Service von der Stadt aus anbieten ist unser Parkplatzdienst, der die Autofahrer auf die kostenfreien Parkplätze einweist, sowie die besetzte Besuchergarderobe. Das Wohl der Besucher liegt uns bei jeder Veranstaltung am Herzen.

Neben der Enge beim Getränkeholen ist außerdem Geduld angesagt. Gibt es da Abhilfe?

Ich denke, dass bei jeder größeren Veranstaltung während der Pause großer Andrang bei der Bewirtung herrscht – nicht nur im Uditorium. Wenn wir, wie beim stets ausverkauften Schlagerfrühling, zusätzlich das Foyer bestuhlen,  bieten wir im Obergeschoss eine zweite Getränketheke an. Obendrein kann man im Vorfeld Tische für die Pause reservieren, Getränke bestellen und bezahlen, so können die Besucher ganz entspannt die Pause genießen. Weil das sehr gut ankommt, habe ich das schon mal bei den Caterern angeregt. Mal schauen, ob mein Vorschlag in naher Zukunft umgesetzt werden kann. 

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