Salacher Feuerwehr hat 150. Geburtstag gefeiert

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Salacher Feuerwehr gaben sich 40 Wehren aus dem Landkreis bei den Jubilaren in der Filstalgemeinde zum 67. Kreisfeuerwehrtag ein Stelldichein.

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Aufgelockert wurde der Umzug der Wehren durch  historische Fahrzeuge, Wasserspritzen und schmissiger Musik der Spielmanns-und Fanfarenzüge sowie der Musikvereine Salach und Süßen. Die Gingener Feuerwehr war mit ihrer „Tankspritz“ dabei.  Foto: 

Die Farben Rot und Blau dominierten am Sonntag in Salach. Rund 2000 Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis kamen zum 67. Kreisfeuerwehrtag in die Filstalgemeinde. Schon zum vierten Mal nach 1969, 1992 und 2004. „Wir sind Spitzenreiter im Kreis Göppingen bei der Wahrung dieser wichtigen und traditionellen Feuerwehr-Veranstaltung“, sagte  der Salacher Kommandant Peter Waldenmaier.

Arbeitsintensive Jahre liegen hinter den 65 Aktiven, 25 Jugendlichen und zwölf Senioren der Salacher Wehr. Seit Anfang 2016 liefen die Vorbereitungen für die Großveranstaltung, parallel dazu packten die Feuerwehrleute tatkräftig bei der Sanierung der beiden Feuerwehrhäuser in der Salacher Weberstrasse (zwei Löschzüge mit vier Löschgruppen) und im Teilort Bärenbach mit an. Neben den vielfältigen Herausforderungen lag der Fokus jedoch stets auf der Hauptaufgabe „Retten, Löschen, Schützen, Bergen“,  denn jährlich ist die Salacher Wehr, bei der auch der Gefahrgutzug des Landkreises stationiert ist,  rund 50 Mal im Einsatz.

Nach der vom Kreisfeuerwehrverband veranstalteten Delegiertenversammlung in der Staufeneckschule wurde beim Frühschoppen in der Stauferlandhalle der Durst gelöscht. Musikalisch begleitet von den Spielmanns- und Fanfarenzügen der Landkreisfeuerwehren. Ulrich Volz, neuer Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, zeigte sich „Hochzufrieden, dass alle Feuerwehren des Landkreises bei der Versammlung anwesend waren“. In seinem Geschäftsbericht lobte er auch „den guten Dialog zwischen Politik und Feuerwehr“. Bürgermeister Julian Stipp begrüßte die Ehrengäste, die Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens und Hermann Färber, die Landtagsabgeordneten Peter Hofelich, Nicole Razavi und Sascha Binder sowie Landrat Edgar Wolff. Letzterer lobte das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren, die 2016 im Landkreis zu 1641 Einsätzen gerufen wurden, davon 317 mal zu Feueralarm und neun Großbränden. Anerkennung gab es vom Technischen Hilfswerk für die „sehr gute Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen“.

Was bewegt die Wehren? „Zum einen wird die Feuerwehr im Einsatz oft behindert, zudem werden die ehrenamtlich tätigen Retter immer wieder angefeindet“, berichtet Kommandant Waldenmaier. Ein Problem stelle auch die Freistellung der Feuerwehrleute von ihrem Arbeitsplatz dar. „Die Situation wird immer schwieriger“. Erfreulich indes, dass 50 Prozent der Landes-Zuschüsse für Beschaffungen bei einer Quote von 55 Prozent bewilligt werden konnten. Auch die Neuplanung der Leitstellen war ein großes Thema. „Wir brauchen eine neue Leitstelle und setzen uns dafür ein, dass sie im Landkreis bleibt“.

Freudig vernommen wurde, dass es zwei neue Jugendfeuerwehren in Böhmenkirch und Lauterstein gibt. Überraschend kam die Bekanntgabe, dass es am 24. Juni 2018 einen „kleinen“ Kreisfeuerwehrtag in Wangen geben wird. Am Nachmittag setzte sich der festliche Umzug der Wehren durch die Salacher  Ortsmitte in Gang. Trockenen Fußes schritten die Mitwirkenden mit ihren jeweiligen Bürgermeistern voran, aufgelockert durch  historische Fahrzeuge, Wasserspritzen und schmissiger Musik der Spielmanns-und Fanfarenzüge sowie der Musikvereine Salach und ­Süßen.

Die Zuschauer am Straßenrand applaudierten, bevor der große Tag der Feuerwehr in der Stauferlandhalle mit dem imposanten Fahneneinmarsch und einem geselligen Zusammensein gemütlich ausklang.

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