Konzert mit Mittelalter-Touch

Als ob das Mittelalter nicht schon dunkel genug wäre. Die schwärzeste Seite des Zeitalters kehrten Fairy Dream bei ihrem Konzert in Wäschenbeuren vor rund 70 Zuhörern hervor.

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Ida Elena DeRazza und Albert Dannenmann brachten mittelalterliche Stimmung in den Schlosshof.  Foto: 

Fairy Dream sind die in Italien auch einem größeren Fernsehpublikum bekannte Sängerin, Komponistin und Schauspielerin Ida Elena DeRazza und Albert Dannenmann alias „Albert, der Spielmann“. Dannenmann war früher Teil der Mittelaltergruppe „Des Geyers schwarzer Haufen“ sowie Bandmitglied bei Ritchie Blackmores „Blackmores Night“.

Den Rahmen des abendlichen Konzerts mit Mittelalter-Touch in Wäschenbeuern bildete stilecht der mit einem den Moder alter Zeit verströmenden Gemäuer und in schummriges Licht getauchte Innenhof der Burg Wäscherschloss. Darin die in mittelalterliche Gewänder gehüllten Musiker. Das internationale Duo verband für das Konzert alte Instrumente wie etwa die Leier mit den passenden Musikstücken von Angelo Branduardi bis Manowar.

Von irischen Trinkliedern über Eigenkompositionen bis hin zur Metal-Ballade „Nothing else matters“ von Metallica spielten sie über zwei Stunden ein breites Repertoire. Auch ein altes christliches Pilgerlied sowie ein Gospelsong wurden dargeboten.

Konsequenterweise hatte das Duo, das zwischen den mittelalterlich-modernen Weisen schon mal den Satanistengruß in die Höhe reckte, diese aber bis zur Melodie abgenagt und mit neuen Texten versehen.

Um auch den hinteren Reihen den Eindruck zu geben, in der ersten Reihe zu sitzen, kam Albert Dannenmann auch dort spielend vorbei. Dem begeisterten Publikum empfahl er, nur während der Instrumentalteile zu klatschen um die klare Stimme von Elena DeRazza in ihrer ganzen Schönheit hören zu können. Denn, die Künstler sangen und spielten ohne Verstärkung durch ein Mikrofon.

Einen Zuhörer in der ersten Reihe hatte Sängerin DeRazza derart verzaubert, dass er immer wieder verzückte Laute der Begeisterung zur Bühne schickte.

Bei der Zugabe mit dem irischen Volkslied „The wild rover“ sang schließlich das ganze Publikum mit. Die Moderation des Abends war der Herkunft der Lieder, der Musiker und der Zuhörer geschuldet – aber auch ganz der kosmopolitischen Offenheit der Staufer entsprechend – international gehalten: ein bisschen italienisch, ein bisschen deutsch, ein bisschen englisch und ein Hauch von französisch.

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