Konrad steigt in den Ring mit Arslan

Jugendredakteurin Leonie Konrad hat auf ihrer ersten Pressekonferenz ihr Idol Firat Arslan getroffen. Womit sie richtig zu kämpfen hatte, erzählt sie hier.

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Leonie Konrad posiert mit Firat Arslan. Für unsere Jugendredakteurin war das ein ganz besonderer Termin.  Foto: 

Mein Highlight war natürlich, als ich mit Firat Arslan für ein Foto im Ring stand. Dabei trug ich meinen frisch signierten Boxhandschuh. Ich boxe selbst, aber für einen Boxkampf gegen ihn blieb keine Zeit. Zum Glück. Trotzdem war es ein ganz schöner Kampf für mich, bis ich Arslan zum ersten Mal interviewen durfte.

Schon lange hatte ich mir gewünscht, ihn einmal zu treffen. Bei seinem Boxkampf im Januar 2014 gegen Marco Huck in der Schleyer-Halle in Stuttgart saß ich im Fanblock. Da gab es aber natürlich keine Möglichkeit, mich mit Arslan zu unterhalten. Als ich vom anstehenden Boxkampf im September hörte, sah ich meine Chance gekommen. Doch natürlich kam alles ganz anders als erwartet.

Bei der Übertragung des EM-Spiels zwischen Deutschland und Italien war ich in der EWS-Arena in Göppingen. Auf einmal aber sprach jeder über Firat Arslan und nicht über Fußball. Zunächst dachte ich, dass einfach nur sein nächster Kampf beworben wird, bis ich plötzlich realisierte, dass er selbst da war. Ich stürmte schnell zu ihm, doch diesen Gedanken hatte nicht nur ich. Eine Schlange hatte sich schnell vor ihm gebildet. Alle wollten ein Bild mit ihm machen und mit ihm reden. In der Hektik konnte ich nur kurz ein Selfie schießen. Als ich es meinen Freunden wenige Minuten später zeigte, stellte ich fest, dass es sehr verwackelt war. Ich wollte zurück, um ein besseres Foto zu machen, aber da war es schon zu spät.

Neue Chance, dieses Mal genutzt

Als ich ein paar Wochen später zu einer Pressekonferenz mit Firat Arslan gehen durfte, war ich umso mehr erfreut, da ich meine Chance in der EWS-Arena so vermasselt hatte und ich im Getümmel auch kein Gespräch in Ruhe mit ihm führen konnte.

Schon Tage vorher überlegte ich mir Interviewfragen und machte mir Gedanken, was ich anziehen sollte – immerhin war es meine erste Medienrunde. Dort angekommen, musste ich feststellen, dass ich mir nicht genug Gedanken gemacht hatte. Ich trug eine Jeans und ein Shirt, meine Pressekollegen jedoch Anzug und Hemd. Da ich die Jüngste und abgesehen vom Team der Filstalwelle die einzige weibliche Besucherin war, kam ich mir von manch einem anderen etwas belächelt vor und war etwas eingeschüchtert. Die Interviewfragen, die ich vorbereitet hatte, wurden von den anderen Reportern gestellt, bevor ich sie selbst stellen konnte. Dies kam mir sowieso recht, da ich sehr nervös war und mich zunächst nicht getraut hatte, meinen Mund aufzumachen.

Nachdem die Medienrunde vorbei war und auch die Einzelinterviews beendet waren, ergriff ich noch meine Chance. Es kostete mich viel Überwindung, einen Freund Arslans anzusprechen. Ihn selbst konnte ich gar nicht mehr fragen, da er im Getümmel fast wieder verschwunden war. Der Mann war aber sehr freundlich und schlug vor, das Foto von mir und Arslan zu machen. Gesagt, getan. Er rief Arslan zurück, und ich unterhielt mich endlich mit ihm, bevor er meinen Boxhandschuh signierte und mit mir in seinen Ring stieg, in dem er sich auf Boxkämpfe vorbereitet und gerade in seiner Vorbereitungszeit täglich trainiert.

Nachdem ich mit einem gemeinsamen Foto, meinem signierten Boxhandschuh und ein paar Werbeplakaten für den anstehenden Boxkampf, die ich bereits im Raum Geislingen aufgehängt hatte, das Gym von Firat Arslan freudestrahlend verlassen hatte, war ich immer noch total aufgeregt und glücklich. Es war eine besondere Erfahrung, ihn einmal im Kreis seiner Freunde und seiner Familie zu treffen. Auch wenn ich vor Aufregung fast kein Wort herausgebracht habe, habe ich es keinesfalls bereut, dort gewesen zu sein. Dass Firat Arslan so freundlich und offen mir gegenüber war und kein bisschen abgehoben, hat mir bewiesen, dass er auch nur ein Mensch ist – und ich nicht grundlos ein großer Fan bin.

Im September werde ich natürlich live in Göppingen dabei sein und ihm die Daumen drücken. Selbst wenn er dann verlieren sollte, wird er für mich ein Vorbild bleiben.

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