Kommune hat die Talsohle überschritten

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Es geht voran mit Adelberg. Finanziell habe der Verkauf des Klosterparks dem Ort sehr viel weitergeholfen, sagte Bürgermeisterin Carmen Marquardt zur jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Da wurde unter anderem der Jahresabschluss 2015 vorgelegt: Seit Jahren ist er nun wieder positiv.

„Die Talsohle ist durchschritten“, meinte die Verwaltungschefin, nachdem die Finanzlage der Gemeinde mit dem Haushaltsjahr 2014 ihren bisherigen Tiefpunkt erreicht hatte. „Das Jahr 2015 kann in zweierlei Hinsicht als Wende angesehen werden“, stellte auch Kämmerin Beate Schleifer fest. So bestehe einerseits nach dem Verkauf des Klosterparks Klarheit über die künftigen finanziellen Belastungen des Eigenbetriebs Sport- und Erholungszentrum. Für die stillgelegte Anlage fallen allerdings künftig keine Unterhaltskosten mehr an. Auf dem Eigenbetrieb lasten rund 1,6 Millionen Euro Schulden. Die Tilgung von rund 800 000 Euro sei teilweise bereits geschehen, beziehungsweise im Finanzplan bis 2019 fest eingeplant, machte Kämmerin Beate Schleifer deutlich.

Andererseits „zeichnete sich 2015 bei der Gewerbesteuer wieder eine Verbesserung ab“. Denn die stieg von erwarteten 580 000 Euro auf mehr als eine Million Euro. Allerdings sei man von den Beträgen der Jahre 2005 bis 2008, mit durchschnittlich fast drei Millionen Euro jährlich, noch weit entfernt.

Mehr Steuereinnahmen

Zudem haben viele Kleinbeträge, die höher als geplant ausfielen, der Gemeinde eine positive Haushaltslage beschert. Zum Beispiel nahm die Gemeinde mit 15 000 Euro gut 4000 Euro Hundesteuer mehr ein, als im Haushalt eingesetzt waren. Bei den Kindergartenbeiträgen flossen 87 100 Euro statt der erwarteten 68 500 Euro.

Auch bei der Grundsteuer B (für bebaute Grundstücke und Wohnungen) konnte ein Plus verzeichnet werden. Mit 369 300 Euro war es zwar nur fast ein Prozent mehr als die prognostizierten 366 000 Euro, aber Kleinvieh macht eben auch Mist. Außerdem konnte der Vermögenshaushalt zum Jahresende 2015 um fast 180 000 nicht verbrauchte Euro aus dem Verwaltungshaushalt aufgestockt werden.

Da die Gemeinde nur etwa 20 000 Euro Schulden hat, könnte Adelberg mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von knapp zehn Euro ganz gut dastehen – wenn nicht die Eigenbetriebe wären. Denn durch die Schulden des Klosterparks (Eigenbetrieb Sport- und Erholungszentrum) sowie des Eigenbetriebs Wasserversorgung und Abwasser mit insgesamt etwa 3,6 Millionen Euro liegt die Pro-Kopf-Verschuldung eines jeden Adelbergers tatsächlich bei 1842, 02 Euro. weso

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