Kommt in Wäschenbeuren ein Parkverbot an der Bundesstraße?

Der Wäschenbeurener Gemeinderat will das Gefahrenpotential durch parkende Autos in der Ortsdurchfahrt mit einem uneingeschränkten Halteverbot beseitigen.

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Wenn es nach der knappen Mehrheit im Gemeinderat geht, soll es in Richtung Ortsmitte bald ein Parkverbot geben.  Foto: 

An einem Abschnitt entlang der  B 297 soll ein Halte- und Parkverbot kommen. Dafür hat sich eine knappe Mehrheit des Wäschenbeurer Gemeinderates in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Konkret geht es um einen Abschnitt entlang der B 297, rund 80 Meter oberhalb der Einmündung zur Kronengasse.

Eigentlich sollte der Gemeinderat an diesem Abend nur darüber abstimmen, ob man an dieser Stelle zusätzliche Parkflächen schaffen sollte – oder das Parken an dieser Stelle, der eine leichte Kurve folgt, weiter duldet wie bisher. Denn der breite Gehweg, der im Zuge der Erneuerung der Ortsdurchfahrt gestaltet wurde, wird immer wieder als Parkplatz genutzt. Eine potenzielle Gefahrenquelle, an der es auch schon zu Auffahrunfällen gekommen sei. Von „brenzligen Situationen“ sprach Bürgermeister Karl Vesenmaier. Der Vorschlag: Von Seiten der Gemeinde aus drei gekennzeichnete Parkflächen zu schaffen, um so das Gefahrenpotenzial zu minimieren.

Zwei Vorschläge vom Planungsbüro VTG Straub aus Donzdorf standen im Raum: Die Bordsteine abschrägen für 1600 Euro oder horizontal begradigen – was mit einer Neusetzung des Pflasters und Kosten von rund 5000 Euro verbunden wäre. Dass diese Option vom Gemeinderat nicht in Betracht gezogen werde, kristallisierte sich in der regen Ratsdiskussion schnell heraus Auch zum ersten Vorschlag wurden Bedenken geäußert, zumal der Höhenunterschied der abgeschrägten Bordsteine immer noch schwierig fürs Parken sein könnte. „Wir schaffen da keine komplette Entzerrung der Gefahrenquelle“, sagt Norbert Wahl (CDU). Seinem Fraktionskollegen pflichtet Erich Hieber bei und warf einen weiteren Aspekt in den Raum: „Für einen einzigen Anlieger wollen wir drei Stellplätze schaffen.“ Bürgermeister Karl Vesenmaier gab zu bedenken: „Häuser entlang der Bundesstraße haben es immer schwer.“ Dennoch: Mit vier zu sieben Stimmen, bei zwei Enthaltungen, wurde der Antrag zur Schaffung von Parkflächen klar abgelehnt.

Vorschlag geht ans Landratsamt

Das Parken weiter dulden oder doch einen Schritt zur Beseitigung des Gefahrenpotenzials machen? Manfred Weber (Freie Wähler) warf das Stichwort „Parkverbot“ in den Raum. Ein uneingeschränktes Halteverbot war bereits für diesen Straßenabschnitt mal Thema, sei letztlich aber nicht beschlossen worden. Auch weil hierfür die Zustimmung vom Landratsamt notwendig ist. Mit fünf Stimmen dafür, vier dagegen und vier Enthaltungen nahm der Gemeinderat mehrheitlich den Vorschlag an, die notwendigen Schritte  einzuleiten. Sollte das Landratsamt der Anregung des Gemeinderates nicht zustimmen, wäre das Thema allerdings vom Tisch.

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