Kitas im Landkreis immer beliebter

In Landkreis besuchten zuletzt 8313 Kinder unter 14 Jahren eine Tageseinrichtung. Unterm Strich waren das 146 mehr als im Vorjahr.

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Viele Mütter gehen arbeiten, die Kinder solange in eine Kindertagesstätte. In Baden-Württemberg wurden zum Stichtag 1. März 2014 rund 404.300 Jungs und Mädchen im Alter von unter 14 Jahren in Tageseinrichtungen betreut, also knapp 8200 Kinder mehr (plus 2,1 Prozent) als im Vorjahr. Die größte Gruppe darunter waren Kindergartenkinder ab drei Jahre (265.770). Jedes fünfte betreute Kind war bereits in der Schule (72.000), jedes sechste demgegenüber noch keine drei Jahre alt (66.500). Besonders die Gruppe der unter Dreijährigen ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen: Im Jahr 2006 besuchten erst 24.500 Kleinkinder eine Krippe. Im Zuge des Kita-Ausbaus, aufgrund des seit August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz, schnellten die Zahlen nach oben, zuletzt um 7700 betreute Kinder.

In den Kitas herrscht multikulti vor: Im Schnitt hat etwas mehr als jedes dritte Kita-Kind im Land (35 Prozent) mindestens einen ausländischen Elternteil, zählt also zur Gruppe der Kinder mit Migrationshintergrund. In vielen der Familien wird zuhause deutsch geredet, doch soweit statistisch erfasst, dominiert bei mehr als der Hälfte von ihnen daheim die ausländische Muttersprache. Im Kreis Göppingen ist dies laut Statistik bei 1929 Kindern der Fall, also bei rund 60 Prozent aller betreuten Kinder mit ausländischen Wurzeln. Das muss per se kein Nachteil sein, wenn die Eltern ihre Muttersprache perfekt beherrschen. Denn jede Fremdsprache kann nur das maximale Niveau der eigenen Muttersprache erreichen - hapert es hier bereits, wird auch die Fremdsprache, in diesem Fall die deutsche Sprache, zur großen Hürde für die Kinder.

Landesweit wuchs die Gruppe der Kita-Kinder mit Migrationshintergrund 2014 um knapp 5100 Kinder an, im Landkreis kletterte sie um 139 Kinder. Mit einem Migrantenkinder-Anteil von 38,8 Prozent liegt der Kreis Göppingen über dem landesweiten Durchschnitt von rund 35,5 Prozent. In der Regel haben die Stadtkreise - wohl aufgrund des größeren Angebots und der höheren Ausländeranteile - im Vergleich zu den Landkreisen, höhere Quoten. Während etwa in Heilbronn fast zwei Drittel der betreuten Kinder und in Mannheim, Stuttgart oder Pforzheim rund jedes zweite betreute Kind einen Migrationshintergrund aufweist, trifft das in den Kreisen Biberach, Emmendingen und dem Main-Tauber-Kreis nur auf jedes vierte Kind zu.

Die jüngsten Zahlen entwickelten sich im Landkreis folgendermaßen: Im März 2013 besuchten hier 8167 Kinder eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Schülerhort, davon hatten 3088 mindestens einen ausländischen Elternteil (37,8 Prozent). Bis zum Stichtag im Frühjahr 2014 kletterte die Zahl der betreuten Kinder nun auf 8313, wovon 3227 einen Migrationshintergrund aufwiesen (38,8 Prozent).

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