Kindertheatertage: Ohne Schaffer geht’s nicht

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Immer gerne im Einsatz: Gerhard Skutta, Sigrid Skutta, Sebastian Riedel und Sieglinde May (v. l.).  Foto: 

„Ich will aber ganz vorne sitzen“, „Oma, ich hab’ Durst“, oder „Mami, wann geht’s endlich los“? Wünsche und Fragen, die Sieglinde May und Sigrid Skutta, bekannt als „Frauen-Team S&S“ seit Jahren keineswegs fremd sind. Von Anfang an begleiten die beiden Freundinnen mit Helfern aus der Schmiede des Gesangsvereins Harmonia Rechberghausen die Kindertheaterwoche, die immer in der vierten Ferienwoche von Sonntag bis Sonntag als krönender Abschluss der Ferienkultur die Jüngsten auf den Plan holt.

Bewusst achtet die Kulturbeauftragte Olga Arendt bei der Auswahl der gezeigten Stücke auf Abwechslung, mischt Lieblinge wie „Pettersson und Findus“ sowie die „Kleine Hexe Wackelzahn“ mit weniger bekannten Geschichten, wie beispielsweise das Handtaschenmusical „Kopfüber-Kopfunter“. Diesmal laufen acht Vorstellungen an acht Tagen.

„Die Erfahrung zeigt, man tut den Drei- oder Vierjährigen wirklich nichts Gutes, wenn man mit ihnen zu einem Stück ab sechs Jahren geht“, verraten die Theatermacher. Das können auch Sigrid Skutta, Hausmeisterin im Haug-Erkinger-Saal, sowie Gemeinderätin und Harmonia-Vorsitzende Sieglinde May bestätigen. Beide sind vor, während und nach den Aufführungen vor Ort, sitzen abwechselnd an der Kasse, schauen, dass niemand verdurstet und kümmern sich um alles, was so anfällt. Mit liebevollen Worten begrüßt Letztere die Gäste, bittet die Kleinen auf ihren Plätzen zu bleiben, das Essen und Trinken einzustellen und die Großen das Handy auszumachen. Und ganz wichtig – am Ende ihr Häkchen je nach Gefallen bei „super“, „so lala“ oder „nicht gut“ zu machen.

Auf seinem Logenplatz hat auch Gerhard Skutta alles im Blick. Der Hobbyfotograf macht unter anderem die Bilder für Programmheft, Gemeindeblatt und die Flyer. Sonst packt der Automechaniker im Ruhestand als Haustechniker im Saal überall dort mit an, wo’s klemmt. Gleichfalls auf der Empore sitzt Sebastian Riedel, der seit fünf Jahren wie zuvor sein Vater Wolfgang Riedel nun die Szenen ins rechte Licht rückt und für angemessen Ton sorgt. „Das ist unsere schönste Woche“, ist sich das Quartett einig.

Besonders schön seien die Momente mit den Künstlern. Viele darunter, die sich in Rechberghausen „wie zu Hause fühlen und immer gerne hierher kommen“. So sorgt insbesondere das S&S-Team, dass es ihnen an nichts fehlt, organisiert leckeres Essen oder eine gute Unterkunft und bisweilen auch mal die Rettung eines Lieblingskleidungstückes. So geschehen vor einigen Tagen bei Wolfgang Messner. Als der Schauspieler des Blinklichter Theaters erst zu Hause in St. Leon-Rot sein rotes Hemd vermisste, teilte er dies mit trauriger Stimme Sigrid Skutta auf deren Mailbox mit, bat diese, sie solle es bis zum nächsten Mal gut aufbewahren. Gerhard Skutta fand es auf dem Parkplatz. Da „Hemden-verschicken“ per WhatsApp noch nicht funktioniert, muss Wolfgang Messner unbedingt wiederkommen.

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