Keltische Stadt am Rande der Alb

Die Kelten sind in aller Munde, ihre kulturellen Leistungen atemberaubend. In einem Vortrag auf Filseck wird der "Heidengraben" vorgestellt.

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    Kenner des Heidengrabens: der Archäologe Gerd Stegmaier.
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Der Tübinger Archäologe Gerd Stegmaier arbeitet am Donnerstag, 12. Juli, in seinem Vortrag im Mosersaal von Schloss Filseck die Bedeutung des spätkeltischen Oppidum Heidengraben für die Region zwischen Neckar, Fils und Donau heraus. Die Veranstaltung des Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen beginnt um 19.30 Uhr.

Mit einer Fläche von gut 1600 Hektar ist der Heidengraben bei Grabenstetten im Landkreis Reutlingen die größte befestigte Siedlungsanlage der vorrömischen Eisenzeit in Mitteleuropa. Seine territoriale Dominanz verdankt das spätkeltische Oppidum der Lage auf einer leicht zu befestigenden Berghalbinsel und einer damit verbundenen Kontrolle überregionaler Verkehrswege.

Gerd Stegmaier, ein "Filstalgewächs" aus Gingen, hat dort mehrere Forschungsgrabungen durchgeführt und gehört zu deren besten Kennern. In seinem Vortrag setzt er sich mit der Bedeutung des Heidengrabens als Knotenpunkt für Wirtschaft, Handel und Verkehr auseinander. Die gute Lage begünstigte maßgeblich die Herausbildung dieser wichtigen Siedlungsanlage auf der Grabenstettener Berghalbinsel. Stegmaier stellt außerdem neue Erkenntnisse zur Besiedlungs- und Sozialstruktur der keltischen "Stadt" am Rand der Schwäbischen Alb vor.

Entsprechende Anlagen wurden von Julius Cäsar in seiner Abhandlung über den Gallischen Krieg um 50 v. Chr. genau beschrieben. Asterix-Lesern sind sie wohl bekannt, Alesia weniger, Gergovia jedoch um so mehr . . .

Es ist durchaus denkbar, dass auch das Filstal zum Einzugsbereich des Oppidum Heidengraben gehörte. 2010 legte die Kreisarchäologie bei Gingen die Reste mehrerer spätkeltischer Einzelhöfe frei. Diese gruppierten sich um einen mit Wall und Graben befestigten Herrenhof, dessen Spuren mit Hilfe der Luftbildarchäologie entdeckt wurden.

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