Keine böse Überraschung

Auch wenn die Nellinger Festhalle derzeit einer riesigen Baustelle gleicht: Nach ihrer Renovierung wird sie ein wahres Schmuckstück werden. Davon hat sich der Gemeinderat vor Ort überzeugt.

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Von der lichtdurchfluteten Halle zeigten sich die Nellinger Räte bei ihrem Ortstermin beeindruckt. Foto: Ralf Heisele

Seit November wird in Nellingen die über 60 Jahre alte Turn- und Festhalle an der Freistraße für rund eine Million Euro grundlegend saniert. Aufgrund des milden Winters sind die Arbeiten schon weit vorangekommen - für den Gemeinderat Anlass genug, sich am Montagabend vor Ort ein Bild zu verschaffen.

Ratsmitglied und Planer Karl-Heinz Kurz erläuterte dem Gremium den Bautenstand. Der Rohbau des neuen Foyers steht bereits, dort können nun die Trockenbauarbeiten beginnen. Im Altbau wurden einige Fenster ausgetauscht und neue eingebaut, auch das Dach ist eingedeckt. Im Außenbereich kann man nun daran gehen, den Putz anzubringen. Dabei zeichnet sich ein Problem ab: Auf Nachfrage von Werner Staudenmaier bestätigte Bauhofmitarbeiter Joachim Schrag, dass der Baum direkt an der Westseite der Halle "immer einen Schatten auf die Fassade werfen wird." Nach kurzer Diskussion war man sich im Gemeinderat einig, dass der Baum entfernt und durch eine kleinwüchsigere Pflanze ersetzt werden soll.

Beim Rückbau im Innenbereich der Halle ist man laut Planer Kurz bislang von "großen Überraschungen" verschont geblieben. Dort sind die Elektroarbeiten und die Montage der Lüftungsanlage schon weit vorangeschritten. Angetan zeigten sich die Gemeinderäte von der lichtdurchfluteten Halle, bedingt durch den Einbau der großen Fenster im Bühnenbereich und im Nebenraum. Als nächste "große Arbeit" wird nun der Estrich verlegt, erklärte Kurz. Der Planer schlug zudem eine Änderung bei der Akustikdecke vor: Anstelle der Lochplatten will er nun zwischen den großen Querbalken eine "Putzoptik-Oberfläche" anbringen lassen. Diese weise bessere Akustikwerte auf und koste nicht mehr.

Tiefer in die Tasche greifen muss man dagegen im Küchen- und Thekenbereich. Eine Hallenrenovierung mache nur Sinn, wenn man auch die Küche einbeziehe, erklärte Bürgermeister Franko Kopp. "Sonst wäre es ein Schwabenstreich." Deshalb wurde die Küche komplett abgebaut, damit der Raum neu verfliest werden kann. Gleichzeitig wird ein Wasserdurchlauf eingebaut, um einer Keimbildung vorzubeugen. Die Küche wird später wieder installiert.

Zusammen mit der neuen Theke und Kühlanlage rechnet der Schultes mit Mehrkosten von rund 50 000 Euro. Die Finanzierung sei gesichert, ohne Schulden zu machen oder die Gebühren erhöhen zu müssen. Wie Kämmerer Werner Zimmermann erläuterte, seien im Haushalt "Reserven vorhanden." In der nächsten Sitzung am 19. Mai will sich der Gemeinderat noch einmal mit dem Küchenbereich beschäftigen. Bis dahin sollen die Angebote einiger örtlichen Firmen für die Theke vorliegen. Die Renovierung der Festhalle soll bis zum Herbst abgeschlossen sein.

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