Kein Schatten ohne Licht

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Die Kulturmühle zeigt Kunstwerke, die sich mit Licht und Schatten auseinander setzen.  Foto: 

Insgesamt 39 Mitglieder des Kunstvereins Kulturmühle Rechberghausen setzen sich in ihrer Jahresausstellung künstlerisch mit Licht und Schatten auseinander. Nichts geht ohne das andere. Ohne Licht kein Schatten und kein Schatten ohne Licht. Das eine hängt vom anderen ab, hängt am anderen.

„Wir haben uns für ein allgemeines Thema bei der Jahresausstellung 2017 entschieden“, sagt Elke Mezger, die die diesjährige Eigenpräsentation des Kunstvereins Kulturmühle Rechberghausen mit einem Bruchteil seiner mehr als 200 Mitglieder wieder organisiert und durchgeführt hat. „Mehrheitlich thematisch festgelegt auf ‚Licht und Schatten‘. Mit 39, mehr geht nicht“, bedauert Elke Mezger. Aus Platzgründen.

Das künstlerische Spektrum ist wie gewohnt breit. Gezeigt werden Objekte, Skulpturen, Zeichnungen, Collagen, Fotoarbeiten, eine Videoarbeit und Installationen. Den Schwerpunkt der Ausstellung aber bildet wie immer die Malerei. Malen mit Licht und Schatten. Beides sind Gestaltungselemente in der Landschaftsmalerei, die am häufigsten in der Ausstellung zu sehen ist. Licht und Schatten geben unterschiedliche Jahres- oder Tageszeiten wieder, sind visuelle Träger von Stimmungsbildern. Auch in der abstrakten Malerei.

Dabei wird durchaus um die Ecke gedacht, mit Licht und Schattenspielen. Wie von Rudi Singer etwa, der in einem seiner Bilder lediglich eine Deckenleuchte abbildet oder Malte Koos, der Fotograf, der lichte und dunkle Alltagsszenen belichtet und ins rechte Licht setzt. Licht und Schatten im Leben verfängt sich nachdenklich in autobiografisch motivierten Bildern. Beate Holzwarth etwa lässt den Tod in Gestalt einer sauriergroßen Ratte auf Badende warten. Oder Silvia Hecker, die mit einem Blick in galaktisches, mit Glassplittern gespicktes Licht-Bild sich mit der Frage auseinander setzt, welch weite Wege Licht zu nehmen vermag und wie es entsteht.

Herbert Traub setzt auf Knopfdruck dem „Chef dem ein Licht aufgeht“ ein Licht auf und verbannt ihn in einen Schaukasten. Beleuchtet sozialkritisch, wie er sagt. Uwe Wagner macht den Schatten orientierungslos, lässt ihn mal links, mal rechts in seinem wie von Rampenlichtern angestrahlten Gabel-Bild erscheinen. Mit der lichten Vorstellung von Atlantis will Franz Klajner aus der Depression herausführen und Antonina Loppnow zeigt Mädchen im Zwielicht. Barbara Baumung schließlich ist es gelungen Licht in Einmachgläsern zu konservieren. Licht aus Südtirol, der Toskana, von Rhodos oder vom Hohenstaufen. Ein Schrankregal mit leuchtenden Gläsern. Lichtvorrat für dunkle Zeiten.

Info Öffnungszeiten: jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr bis einschließlich 7. Januar. Ausgenommen Weihnachten und Silvester.

Es stellen aus: Suse Aita, Angela Andersch, Margit Bäurle, Barbara Baumung, Sebastian Baumung, Joachim Becker, Gabriele Evers-Wisst, Werner Fink, Ulrich Gallwitz, Barbara Haug, Silvia Hecker, Beate Holzwarth, Susanne Kilger, Franz Klajner, Veronika Knoblauch, Malte Koos, Dagmar Kümmerle, Edeltraud Laible, Antonina Loppnow, Gesine van Lück, Theresia Mastel, Elke Mezger, Marianne Mück, Johann Peter, Hermann Petersohn, Karl Rau, Petra Rauch-­Ostertag, Lilo Renz, Henriette Röger-Oswald, Annette Schmelzle-Böhmländer, Elke Schmid, Rudi Singer, Heinrich Speda, Alfred Strobel, Karin Strobel,  Herbert Traub, Uwe Wagner, Roswitha Walenczyk, Claudia Zeidler.

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