Kein Platz mehr frei im Jugendraum

Wie ist es um die offene Jugendarbeit in Schlierbach bestellt? Der Gemeinderat bekam Erfreuliches zu hören. Aber es gibt auch Probleme.

|

Rund 45 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 20 Jahren kommen regelmäßig in den Jugendraum "JuRa" in der Schlierbacher Sporthalle. Das berichtete Anke Gruber von der Bruderhausdiakonie, die im Auftrag der Gemeinde die offene Jugendarbeit gemeinsam mit Ehrenamtlichen betreut. "Das ist im Vergleich zu Zell oder Albershausen eine sehr gute Zahl", so Gruber. 31 der Jugendlichen seien zwischen acht und 13 Jahren alt, 15 der regelmäßigen Besucher 14 Jahre oder älter. Entsprechend ist auch das Angebot aufgeteilt. Während immer dienstags zwischen 17 und 21 Uhr der offene Treff stattfindet, richtet sich das Angebot freitags zwischen 16 und 18 Uhr mit dem "Kids Day" an die Jüngeren, zwischen 18 und 21 Uhr an die Älteren. Für Erstaunen sorgte das mit acht, neun Jahren doch recht junge Alter mancher Besucher. "Mich verwundert und erschrickt das doch sehr", meinte beispielsweise Kurt Moll (CDU) und stellte sich die Frage, ob da nicht gesellschaftlich etwas falsch liefe. Einen positiven Aspekt sah Sabine Hiedels (FUW): "Es ist schon besser, wenn die Kinder im Jugendraum sind, als wenn sie sonst irgendwo unterwegs wären."

Die Jugendlichen begriffen "ihren" Jugendraum als Ort, an dem sie sich ungezwungen austauschen, Musik hören, und einfach "chillen", also gemütlich abhängen könnten, führte Gruber aus. Hoch im Kurs stehe das gemeinsame Kochen und Essen: "Das ist eine Lieblingsbeschäftigung der Jugendlichen." Die Jüngeren bevorzugten beim "Kids Day" eher klassische Freizeitbeschäftigungen wie Spielen, Basteln, Malen oder Werken. Daneben gibt es Tischkickerturniere, Jugenddisko oder Faschingsveranstaltung.

Der Zulauf ist aber gleichzeitig die Achillesferse des Jugendraums. "Der Platzmangel ist ein großes Problem", machte Anke Gruber deutlich. Für rund 30 Personen sei der Raum einfach zu klein. "Das hat dann zur Folge, dass vor allem die älteren Jugendlichen einfach wegbleiben, wenn der JuRa belegt ist."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mehrheit lehnt Messstelle an der Sternkreuzung ab

Die Mehrheit im Göppinger Gemeinderat hat eine Messstelle für Luftschadstoffe an der Sternkreuzung abgelehnt. Auch die Verwaltung war dagegen. weiter lesen