Freilichtspiele: Kein „One Night Stand“ für Adelberg

Mit vollem Programm und umgebauter Tribüne starten am Freitag die Freilichtspiele im Kloster Adelberg. Die Besucherplattform ist nun kleiner, aber auch komfortabler.

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Der Aufbau für die Klosterfestspiele Adelberg ist bereits abgeschlossen, hier im Bild sind die blauen Leihtribünen zu sehen. Sie kommen in ­diesem Jahr zum ersten Mal zum Einsatz.  Foto: 

Was sich im vergangenen Jahr als „One Night Stand“ entpuppte, ist in dieser Saison wieder ein echtes Sommerprogramm: Die Adelberger Klosterfestspiele. Wobei der „one night stand“ keineswegs zweideutig zu verstehen ist. Im Gegenteil. Denn im Sommer 2016 gab es nur einen Auftritt der Lumberjack-Bigband – und keine Tribüne. Die Zuschauer mussten also stehen.

Wieder volles Programm

Das Sommerprogramm beginnt dieses Jahr mit dem Zinker, einem Theaterstück nach dem Roman von Edgar Wallace. Am 30. Juni um 20 Uhr hat das Ensemble des Berliner Kriminaltheaters seinen Auftritt. Es folgt am Sonntag, 9. Juli, die Lumberjack-Bigband, die bereits zum festen Repertoire der Adelberger Freilichtspiele gehört. Zusammen mit Max Mutzke und dem Bassbariton Thomas Quasthoff steht den Besuchern ein Abend bevor, den sie so schnell nicht vergessen werden.

Nun soll man mit Prophezeiungen dieser Art vorsichtig sein. Da aber das Trio Lumberjack, Mutzke, Quasthoff durchaus bekannte und bewährte Größen sind, ist die korrekte Voraussage deutlich einfacher zu treffen als die der Lottozahlen.

Quasthoff ist ursprünglich Opernsänger und Professor für Gesang an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“ in Berlin. Schon früh begann er, seine heimliche Liebe zum Jazz offen zu zeigen und zu leben. Sein erstes Jazz-Album nahm er allerdings erst 2006 auf, nachdem er als Interpret klassischer Musik bereits die berühmtesten Konzertsäle gefüllt hatte. Und nun auch den Klosterhof in Adelberg. Die Vorstellung ist ausverkauft.

Dieses Jahr gibt es auch wieder eine Tribüne. Dafür wurde ein Teil der vorhandenen Tribüne umgebaut, andere Teile lieh sich der veranstaltende Kultur- und Kunstverein Adelberg. Das wurde notwendig, nachdem der Tüv die alte Konstruktion bemängelt hatte: „Der Aufgang war 1,5 Zentimeter zu eng“, sagte Bürgermeisterin Carmen Marquardt, die qua Amt auch die erste Vorsitzende des Kulturvereins ist. Trotz dieser personellen Verknüpfung ist der Verein selbstständig und hängt nicht am finanziellen Tropf der Gemeinde: „Die Gemeinde gibt da nichts zu“, betonte die Bürgermeisterin.

Kleinere Tribünen

Immerhin habe der Verein durch seine hohen Besucherzahlen – zwischen 5000 bis 7000 in den vergangenen Jahren – ein gutes Polster anlegen können.

Die Tribüne wurde etwas verkleinert, so dass nun etwa 900 Besucher Platz finden. Durch die Leihtribüne gebe es nicht nur mehr Komfort für die Zuschauer, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer, die im Vorfeld und im Nachgang die Kärrnerarbeit erledigen, konnten entlastet werden.

Bis in die dritte Juli-Dekade werden insgesamt fünf verschiedene Aufführungen stattfinden. Neben Krimi-Theater und Jazz-Swing sind es am 11. Juli „Petterson und Findus“, die vor allem die Kinder begeistern werden. Die Komödie „Männerhort“ von Kristof Magnusson der Dinslakener Burghofbühne steht am 15. Juli auf dem Programm.

Den Abschluss bilden am 22. Juli um 20 Uhr die „Füenf + Bernd Kohlhepp“. Mit dem Untertitel „Best of Schwaben-a-capella-Comedy“ gibt es einen bunten musikalischen Reigen durch die Pop-Musik.

Lumberjack ist ausverkauft

Bis auf die Vorstellung der Lumberjack-Bigband gibt es für die Vorstellungen noch Karten. Und falls das Wetter versuchen sollte, durch Misstöne die Vorstellungen zu stören, so gibt es Ausweichquartiere. Der „Zinker“ treibt dann im Uditorium in Uhingen sein Unwesen, Lumberjack tritt mit Max Mutzke und Thomas Quasthoff in der Schorndorfer Künkelin-Halle auf und „Männerhort“ wie die „Füenf“ weichen ebenfalls ins Uditorium aus. Beginn ist dann jeweils 20.30 Uhr.

Lediglich „Peterson und Findus“ werden bei schlechtem Wetter ersatzlos gestrichen: „Der Aufwand für die Kindergärten und Schulen, neue Busverbindungen zu organisieren, wäre einfach zu groß“, sagte Bürgermeisterin Carmen Marquardt.

Auszeit: Eine „kreative Pause“ hatte Bürgermeisterin Carmen Marquardt den Freilichtspielen  Adelberg für 2016 verordnet, nachdem der Tüv die Tribünen aus Brandschutzgründen nicht mehr abgenommen hatte. Die Tribünen gehörten der Gemeinde.

Tribünen: Nach einjähriger Auszeit kehrt die Open-Air-Reihe nun in den Kulturkalender zurück: mit gemieteten Tribünen. Das Jahr eins nach der Pause verheißt einen guten Mix aus Konzert und Theater.

Regen: Bei Regen finden die Veranstaltungen um 20.30 Uhr,  also eine halbe Stunde später statt. Die Ausweichorte würden in diesem Fall auf der Website unter www.ischka.com/adelberg oder unter der Tel. (07166) 387 bekannt ­gegeben. maz

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Klosterfestspiele Adelberg

Die Klosterfestspiele Adelberg finden vom 30 Juni bis 22. Juli 2017 bei gutem Wetter auf der Klosterwiese statt.

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