Kehrwoche beim Seifenkistenrennen

Regen? Gibt"s nicht in Hattenhofen. Ab in die Kiste hieß es. Die jährlichen Bezirksmeisterschaften im Seifenkistenrennen standen wieder auf dem Programm.

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Größtenteils waren die Seifenkisten geschützt unter einer Plastikplane oder im Zelt zu bestaunen. Zwar machte der Regen nicht komplett einen Strich durch die Rechnung, aber das jährliche Seifenkistenrennen, das zum offiziellen Vorlauf der Deutschen Meisterschaft zählt, konnte diesmal nur eingeschränkt stattfinden. Ausrichter waren abermals das evangelische Jugendwerk, Bezirk Göppingen und die Jugend der Evangelischen Kirchengemeinde Roßwälden-Weiler. "Da kann man planen wie man möchte, beim Wetter ist man einfach machtlos", nimmt es Nadine Müller gelassen. Immer wieder geht der Blick aller Organisatoren, Fahrer und der etwa drei Dutzend Zuschauer gen Himmel: "Reicht es noch für einen Lauf?"

Nach jedem Platzregen wurde die steile Rennpiste, die in einer langgezogen Rechtskurve ausläuft, via Besen von den vielen Pfützen befreit. Tja, die Schwaben nehmen es schon genau mit ihrer Kehrwoche. Trotzdem war die Strecke selten ganz trocken. 33 mutige Mädchen und Jungen sind am Start und teilen sich in den drei Kategorien Extra-, Junior- oder Seniorklasse auf. "Pro Seifenkiste können bis zu vier Fahrer gemeldet werden", erklärt die Bezirksjugendreferentin. Alle Seifenkisten wie "Quadratkiste" oder "Dicke Berta" sind Marke Eigenbau, dennoch wird die Sicherheit bei der Rennleitung groß geschrieben. Auch Nathalies "Schwarzer Panther" stammt aus heimischer Werkstatt. Gut ein halbes Jahr hat Vater Ronny Waldeck an dem Flitzer in auffälligem schwarz-neongelbem Design getüftelt, gebastelt und geschraubt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. "Coole Kiste", lobt die Konkurrenz. Heute fährt die 15-jährige Pilotin aus Bartholomä ihr drittes Rennen. "Meine erste Zeit war nicht so optimal, die Straße war noch zu nass. Jetzt hoffe ich auf den zweiten Lauf", erzählt sie, während sie wie viele andere im Zelt auf den nächsten Einsatz wartet.

"Recht zufrieden" mit ihrem Rennen ist Luisa Staneker aus Pliezhausen. Sie teilt sich die "Wilde 8" mit dem zehnjährigen Lars Fischer aus Walddorfhäslach und beide sind noch guter Dinge. "Obwohl die Strecke etwas hubbelig ist, hatte ich den Eindruck, dass ich schneller als meine eigentliche Zeit war", verrät die Zwölfjährige selbstbewusst. Auch wenn es für Seifenkisten "noch" keine Regenreifen gibt, ist die Stimmung im "Fahrerlager" recht entspannt. "Vorrangig soll es ja Spaß machen", betont Mitorganisatorin Nadine Müller.

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