Kanal schon nicht mehr befahrbar

Auf Autofahrer in Dürnau kommt voraussichtlich im Frühjahr eine halbseitige Sperrung zu. An der Ortsdurchfahrt wird ein Kanalstück ausgewechselt.

|

Kummer macht ein Kanal, der vom Dürnauer Sportplatz zur Fabrikstraße verläuft. Er sei von innen nicht sanierbar, erläuterte Verbandsbaumeister Wolfgang Scheiring im Gemeinderat. "Es ist schon problematisch, mit der Kamera reinzufahren." Zu den Schäden komme ein schwaches Gefälle - mit 0,6 Prozent sei es an der untersten Kante.

Die Besonderheit: Der Kanal läuft durch ein Privatgrundstück und ist dort grundbuchrechtlich nicht gesichert, berichtete Bürgermeister Friedrich Buchmaier. Das sei beim Verlegen vor 50 oder 60 Jahren unterblieben. Was damals völlig problemlos gewesen sei. Glück für die Gemeinde: die jetzigen Eigentümer seien kooperativ. Sie nähmen es auch hin, dass beim Aufgraben der Leitung ein Baum und zwei Sträucher fallen müssten. Der Bewuchs werde wieder hergestellt, versichert Buchmaier. Wenn man den Baum neu pflanze, dann aber nicht mehr über dem Kanal.

An der Kreisstraße wolle man keine Vollsperrung wegen der Auswechslung, winkt Buchmaier ab. Man gehe auf eine halbseitige Sperrung, auch wenn das Zeit und ein bisschen Geld koste. Geplant ist, im zeitigen Frühjahr loszulegen - dann können die Narben auf dem Privatgrundstück gleich wieder zuwachsen. Bauzeit: etwa sechs Wochen.

Auch in der Schulstraße bahnt sich eine Baustelle an. Im südlichen Teil haben alte gusseiserne Hausanschlüsse im Frühjahr Rohrbrüche ausgelöst, sagt Scheiring. Sie sollen ausgetauscht werden, und die 40 Jahre alte Wasserleitung gleich dazu. Im nördlichen Teil ist neben der Wasserleitung auch der "eigentlich zu kleine Kanal" fällig. "Wir wollen in einem Zug komplett durchbauen", so Scheiring. Bei dieser Gelegenheit sollen die Doppelhäuser im Süden, die auf die Gralglas-Zeit zurückgehen, Anschlüsse für jede Haushälfte bekommen. Anvisiert ist auch der Kanalbau in der Jurastraße. Dort liege bisher nur ein kleiner Kanal drin.

Auf der Zielgeraden ist die Gemeinde bei der Innensanierung der Kanäle. Der Gemeinderat vergab einen Restauftrag für 55 000 Euro plus Mehrwertsteuer, für den es dicke Zuschüsse gibt. Der Anteil der Gemeinde liege unter 20 000 Euro, erläuterte Scheiring. Damit sei die Innensanierung für die nächsten zehn Jahre mutmaßlich erledigt, sagte der Schultes.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Im Handwerk fehlt der Nachwuchs

Kurzfristig einen Handwerker zu finden, werde immer schwieriger, beklagen Kunden. In den Gewerken jedoch fehlen Mitarbeiter und vor allem Auszubildende, sagen Insider. weiter lesen