Kammerchor Camerata Vocale in Ave Maria

"Jubilate Deo" hieß es beim Konzert des Kammerchors Camerata Vocale aus Ebersbach in der Barockkirche Ave Maria in Deggingen.

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Unter Wolfgang Prokschs Leitung gab Camerata Vocale ein vielseitiges geistliches Konzert zum Besten, das der Ebersbacher Kammerchor Opfern und Angehörigen des Pariser Anschlags widmete. Am Klavier war als Begleiter und Solist Bernd Grill zu hören.

Der Chor begann mit "Tollite Hostias" aus Camille Saint Saëns' 1858 entstandenem Weihnachtsoratorium. Das simple und fast volkstümlich anmutende Chorstück, das am Ende des Oratoriums steht, gipfelte in einem alle Stimmen durchziehenden Halleluja. Es passte wunderbar in die prächtig ausgestattete Ave-Maria-Kirche hinein.

Es folgten zwei Stücke aus Händels "Messias": Bei "Denn die Herrlichkeit Gottes" trat die hervorragende Artikulation des Chores hervor, während bei "Ehre sei Gott" der Lobgesang in weiten Melodiebögen zwischen Männer- und Frauenstimmen hin- und herwogte. Der spanische Komponist Javier Busto schrieb 1980 ein "Ave Maria" für sechsstimmigen Chor, das ausdrucksvoll und mit modernen Stilelementen erklang. Darauf folgte Edward Elgars "Ave Verum".

Ein besonderer Beitrag erklang mit Johannes Brahms' "Intermezzo in E-Dur op. 116,4": Bernd Grill hatte es, wie er einführend erwähnte, auch bei der Trauerfeier für seinen Vater gespielt. Das Intermezzo erklang in einer dynamischen Bandbreite und einem Reichtum an Klangfarben, die die Liebe und den erlebten Trost mitempfindbar machten. Aus dem Zyklus "Quattro pezzi sacri" von Verdi sang der Frauenchor der Camerata das vierstimmige "Laudi alla vergine", das thematisch perfekt in die Wallfahrtskirche passte, und brachte das hohe Register fein zum Klingen.Schwungvoll ertönte Silchers Hymnus "Jauchzet dem Herrn alle Welt" in der Fassung für gemischten Chor. Bei diesem Stück war der Chor hörbar in seinem Element, und die Melodie schwang sich in großem Bogen in die Höhe hinauf.

Die Camerata beschloss das Konzert mit drei Stücken in recht lebhaften Tempo: Der Frauenchor war mit "Joyfully sing Alleluja" von Linda Spevacek zu hören; in dem Konzert den Namen gebende "Jubilate Deo" des Ungarn Laszlo Halmos überlagerten die Stimmen einander rhythmisch höchst eindrucksvoll. Händels "Halleluja" meisterte der Chor mit Bravour.

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