Kämmerer mahnt zum Machbaren

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„Wir müssen unser Arbeitsprogramm an die Realität dessen anpassen, was wir alles schultern und leisten können“, mahnte Oliver Marzian diese Woche im Gemeinderat. Der Appell des Kämmerers von Ebersbach war sowohl an die Vertreter der Verwaltung gerichtet als auch an die Bürgervertreter.

Letztere werfen der Verwaltung seit einiger Zeit vor, Vorhaben auf die lange Bank zu schieben. Der Gemeinderat weiß aber auch den Grund für den Verzug: die Verwaltung hat personell Federn gelassen und geschwächte Abteilungen wie das Bauamt scheinen schlicht nicht mit der Arbeit hinterher zu kommen.

Dieser Stau kann Projekte gefährden, wenn es um die rechtzeitige Beantragung von Zuschüssen geht. Der „Abruf von Zuschüssen und Zuweisungen muss von Fachämtern forciert werden, um die Mittelansätze zu erreichen“, sagte Oliver Marzian. In diesem Juli geht der Kämmerer davon aus, dass „ein vollständiger Mittelabfluss bis Ende des Jahres unwahrscheinlich ist“.

Die gute Nachricht lautet, dass die Stadt finanziell recht gut dazustehen scheint. Diese Einschätzung legt die Zwischenbilanz nahe, die Oliver Marzian dem Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause vorlegte. Der Kämmerer rechnet damit, dass die Stadt rund eine halbe Million Euro mehr Steuern einnimmt als 2016. „Das ist eine Verbesserung, die wir gut gebrauchen können“, sagte er.

Das finanzielle Polster ist für den Kämmerer aber kein Grund für Übermut. „Bei den Aufwendungen sollten wir Disziplin halten“, sagte er. tf

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