Junge Pferde zeigen ihre Qualität in Donzdorf

Beim Fohlenchampionat auf dem Birkhof wurde der erste Jahrgang von gleich vier Hengsten vorgeführt.

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Die Fohlen werden den Besuchern präsentiert. An den Stuten lässt sich erkennen, wohin die Entwicklung geht.   Foto: 

Über mangelndes Zuschauerinteresse konnte sich Familie Casper gestern nicht beklagen. Schon zu Beginn der Fohlenschau fanden sich viele Interessierte auf dem Hof beim Donzdorfer Teilort Reichenbach ein. Rund 100 Nachkommen von vier Birkhof-Hengsten wurden dem zweiköpfigen Richterteam präsentiert und so mancher Züchter freute sich über die hervorragenden Bewertungen seines Pferdenachwuchses. Viele Fohlen zeigten sich bewegungsstark und ließen schon bei der Vorführung ihre Qualitäten als späteres Dressur- oder Springpferd erahnen. Andere Pferdezüchter waren auch etwas enttäuscht, hatten sie sich doch eine bessere Benotung des Fohlens erhofft. „Wir können nur eine Momentaufnahme abgeben“, sagte Richter Hans Heinrich Brüning, denn entscheidend ist auch die jeweilige Tagesform und der Entwicklungsstand des Pferdenachwuchses.

Für die Züchter interessant waren sicher die ersten Jahrgänge der beiden Dressurhengste Fair Game und Agassi, aber auch die der Springhengste King of Queens sowie des im internationalen Sport erfolgreichen Colorit. „Sollen wir noch bleiben oder die Heimreise antreten“, diese Frage stellten viele Pferdebesitzer bei der Meldestelle, als sie ihre Bewertungsbogen abholten und für manchen lohnte sich das Warten auf den Endring, wo die besten zehn Stut- und Hengstfohlen erneut von Karl-Heinz Bange und Hans Heinrich Brüning unter die Lupe genommen wurden, um die Champions zu ermitteln.

Die Zahl der vorgestellten Fohlen ist in den vergangenen Jahren gesunken und das hat seinen Grund. „Züchter selektieren mittlerweile, stellen nur noch den Nachwuchs vor, der reelle Chancen auf eine gute Platzierung hat“, weiß Jürgen Casper und Gestütschef Thomas Casper fügt an: „Die Bedeckungszahlen haben sich in den vergangenen Jahren bundesweit halbiert.“ Für Familie Casper ist dies kein Grund zur Trauer, denn Thomas Casper hat schon eine Idee, wie er die Traditionsveranstaltung noch besser vermarkten kann. „Im kommenden Jahr werden wir voraussichtlich Änderungen einführen“, sagt er und denkt beispielsweise an ein dreitägiges Event.

Ein internationales Jugendturnier in Kombination mit dem Fohlenchampionat sollen sollen dann möglicherweise Pferdesport und Zucht verbinden, ein großes Schauprogramm – einen Vorgeschmack gab es schon gestern – soll noch mehr Pferdeliebhaber aufs Donzdorfer Gestüt locken.   „Ganz ausgereift ist die Planung derzeit noch nicht“, sagt Thomas Casper.

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