Jugendliche pflegen den Wald

Ein Praktikum bei Förster Staib absolvierten Förderschüler, die sich aufs Berufsleben vorbereiten. Im Schlater und im Gingener Wald machten sie sich mit der Waldarbeit vertraut.

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Wie man mit Wuchshüllen an Jungbäumen umgeht, lernten ehemalige Förderschüler bei einem Praktikum im Schlater Wald.  Foto: 

Förster Erich Staib kennt Besuch aus den Förderschulen schon. Seit Jahren sind Bodelschwingh-Schüler aus Göppingen Helfer im Schlater Wald. Sie haben kräftig beim Anlegen des Waldaktivpfads mitgearbeitet und halten ihn in Schuss.

Jedes Jahr kommt der Werklehrer aus Göppingen ein oder zwei Mal mit Gruppen, um Aufträge auszuführen. Eine Verbindung, die der frühere Konrektor der Bodelschwingh-Schule, Walter Schlenker, mitbegründet hat. Er ist ein Schlater.

Jetzt ist eine Gruppe der neuen Berufsschulstufe für Förderschüler gekommen, um einen Schnupperlehrgang im Wald zu absolvieren. Das sind ehemalige Förderschüler aus Göppingen und Eckwälden, die an der so genannten Berufvorbereitenden Einrichtung (BVE) in der Öde lernen. Mit Bahn und Bus fuhren acht Schüler nach Schlat und Gingen, um vier halbe Tage lang zu arbeiten.

Pflegearbeiten warteten auf die etwa 16-Jährigen. Im Schlater Wald ging es zu einer Fläche, die der Orkan Lothar vor 15 Jahren abgeräumt hat. Die Bäume sind nachgepflanzt worden und nun müssen diese getrimmt werden. Äste am noch jungen Stamm sollen weg, weil sie den Wert des Holzes mindern. Die Praktikanten griffen zu Stangensägen und machten sich ans Werk, soweit die Arme reichten. "Wertästung", sagt der Fachmann dazu. Zweite Aufgabe: alte Wuchshüllen, die die jungen Bäume vor Wildverbiss schützen, waren zu entfernen.

Das ist kein Zuckerschlecken. "Da muss man schon ziemlich durchs Gebüsch", stellt Förster Erich Staib klar. Was die Praktikanten hochmotiviert taten, lobt der Förster. "Sie haben angepackt, das hat wunderbar geklappt. Sie waren sich nicht zu fein. Ich hatte den Eindruck: es macht ihnen Spaß." Anleitung gaben Staib und Forstwirte, auch Forst-Azubis waren dabei.

Um Wuchshüllen ging es dann auch im Gingener Gemeindewald. Im Maustobel Richtung Hohenstein sind Douglasien herangewachsen, die die Jugendlichen aus ihrem Korsett befreit haben.

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