ISDN-Anschlüsse werden bald abgeschaltet

Neben der Telekom können Kunden auch auf lokale Kompetenz beim Umstieg von ISDN auf digitale Übertragungstechnik setzen

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In Deutschland wird es bis 2018 laut Telekom keine ISDN-Anschlüsse mehr geben. Die Umstellung auf Telefonate über „IP“, also mittels digitaler Übertragungstechnik ist in vollem Gange.

Dr. Markus Jodl, Pressesprecher für den Unternehmensbereich Festnetz und Mobilfunk bei der Deutschen Telekom, erklärt, dass es sich dabei um kein deutsches Phänomen handle. In der Schweiz wolle man beispielsweise bereits bis 2017 umgestellt haben.  Damit werde ein überholtes System durch eine Zukunftstechnologie, das „Netz der Zukunft“ ersetzt. Dieses basiert auf dem universellen technischen Standard Internet-Protokoll, kurz IP. Dieses neue Netz bringe viele Vorteile mit sich, erklärt die Telekom.

Mit Einführung des IP-Anschlusses dürften sich Kunden über die vom ISDN bekannten Vorteile hinaus über viele neue Funktionen freuen, welche klassische Anschlüsse nicht bieten könnten. Zudem verspricht die Telekom „weniger Kästchen, weniger Kabelwirrwarr“. Neben der „Zukunftssicherheit“, etwa bei der Einführung von Videokonferenzen, biete die Umstellung auch „Ausfallsicherheit“, da die Wartung veralteter Techniken zunehmend schwieriger werde.

Auch die Umstellung dürfte laut Telekom keine größere Herausforderung darstellen. „Viele Kunden haben den passenden Router schon heute zu Hause. Falls nicht, sprechen wir mit dem Kunden die individuell beste, passende Lösung ab“, teilt der Telekom-Sprecher mit. Neben den Telekom-Routern könnten auch andere Router verwendet werden, welche für den neuen IP-Anschluss geeignet sind, so Jodl weiter. Auch die meisten Telefonie-Endgeräte seien heute bereits IP-fähig.

Die Einrichtung sei sehr einfach, versichert Jodl und könne mit Hilfe des Handbuchs oder eines Videos im Netz vom Kunden  alleine vorgenommen werden. „Wer unsicher ist, kann sich einen Servicetechniker buchen, der dann zu Hause alles einrichtet.“ Vor allem bei Firmen und Privathaushalten, die mit der ISDN-Anlage bislang weitere Geräte, beispielsweise Alarmanalgen, betreiben, ist meist externer Sachverstand gefragt.

Neben der Telekom gibt es auch regionale Anbieter, die sich mit der Umstellung auskennen. Seit klar ist, dass die Telekom alle ISDN-Anschlüsse kündigen wird, stehen die Telefone beim Göppinger Systemhaus Schmidt & Fuchs nicht mehr still, berichtet das im Stauferpark ansässige Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Voice over IP, also telefonieren übers Internet, ist das Produkt, das unsere Kunden gezielt nachfragen“, sagt Geschäftsführer Joachim Fuchs.

Mit DECT-Telefonen habe die Lösung schon von Anfang an funktioniert. Seit diesem Sommer sei auch die Anschaltung von Sensoren, Alarmmeldern und Steuerungsgeräten kein Thema mehr, versichert Schmidt & Fuchs. „Wir wüssten keine Anwendung, die wir nicht auch mit einer NFON Telefonanlage abbilden könnten, und das zu Preisen, die unter denen einer klassischen Anlage liegen“, sagt Tim Berling, Projektmanager der NFON-Abteilung bei Schmidt & Fuchs.

Tatsächlich ist die Umstellung bereits in vollem Gange. Die Telekom berichtet von der erfolgreichen Umstellung von über 50 Prozent der rund 20 Millionen Privatkunden in Deutschland. Diese geschieht beispielsweise bei einem Tarifwechsel oder bei einer Beendigung des bisherigen Vertrages.

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