Irgendwann dreht sich alles um die Sucht Ess-Störungen Thema bei den Fitnesscoachs

Um Ess-Störungen ging es in der Fitnesscoach-Gruppe der weiterführenden Degginger Schulen. Der Kurs war Teil von "Wir alle für unsere Kinder".

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Seit vier Jahren gibt es die Fitnesscoach-Gruppe der Degginger Werkreal- und Realschule: Die Teilnehmerinnen informieren sich über Ernährung und Gesundheit, kochen gemeinsam und veranstalten Aktionen für ihre Mitschüler. Anlässlich der Landkreisaktion "Wir alle für unsere Kinder" beschäftigten sie sich jetzt mit dem Thema Ess-Störungen. Für einen Workshop kam Sozialpädagogin Martina Wrobel vom Göppinger Gesundheitsamt zu Besuch. "Toll, dass ihr euch dafür interessiert", lobt sie. "Als Fitness-Coachs könnt ihr euer Wissen an eure Mitschüler weitergeben, und das ist bei dem Thema ganz wichtig."

Über die drei Formen der Ess-Störung - Magersucht, Bulimie und Ess-Sucht - wissen die 13- bis 16-Jährigen schon etwas Bescheid. Und sie können sich vorstellen, was zu einer Ess-Störung führen kann: "Vielleicht hat jemand Stress zu Hause", schlug ein Mädchen vor, und ein anderes ergänzte: "Wenn jemand gestorben ist, will man vielleicht einfach nichts mehr essen."

Martina Wrobel nickte bestätigend und fügte hinzu, dass Betroffene meist lange Zeit nicht auffallen. Am Anfang könnten sie ihre Störung gut verbergen, bis die Situation irgendwann kippe - "dann treten Mangelerscheinungen auf und die Person kann sich nicht mehr konzentrieren, lässt in ihrer Leistungsfähigkeit nach", so Wrobel. Mit Schrecken vernahmen die Mädchen, dass bei Magersüchtigen das Gehirn schrumpfen kann.

Für Betroffene drehe sich alles nur noch um die Sucht, erklärte die Sozialpädagogin und betonte: "Das grundsätzliche Problem ist, dass niemand süchtig sein will. Man rutscht da hinein, obwohl man es am Anfang nicht will."

Wer bei einer Freundin Anzeichen einer Ess-Störung erkenne, sollte Erwachsene zu Rate ziehen oder sie darauf ansprechen. Wrobel: "Es hilft aber nicht zu sagen Du siehst scheiße aus - darauf reagiert jeder mit Widerstand." Besser sei es zu sagen: "Ich mache mir Sorgen um dich." In Gruppen erarbeiteten sich die elf Mädchen noch eine wichtige Erkenntnis: Charakter zählt viel mehr als Äußerlichkeiten.

Info Der nächste Termin von "Wir alle für unsere Kinder": Am 22. Juli spricht Therapeutin Irmgard Baudis um 19.30 Uhr im Degginger Bürgerzentrum zu: "Sind unsere Kinder auf dem Weg

in die digitale

Demenz?"

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