INTERVIEW: Dem Buckelwal geht es wieder etwas besser

Die Buckelwale haben es nicht leicht. Der Mensch setzt ihnen immer noch zu, obwohl sie schon seit Jahren unter Artenschutz stehen. Katharina, Lisa und Patrick haben einen der Wale "befragt":

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Wie geht es Ihnen, Herr Buckelwal?

BUCKELWAL: Mir geht es gut. Aber leider wurde meine Frau von einer Harpune getroffen. Zum Glück ist die Wunde nicht tief.

Wie kam es zu der Schussverletzung?

Tja, wir werden schon seit hunderten von Jahren durch Menschen gejagt. Deshalb gibt es nur noch wenige von uns. Allerdings habe ich schon gehört, dass die Menschen den Walfang verboten haben, doch es scheinen sich nicht alle daran zu halten.

Dann ist Ihre Art vom Aussterben bedroht?

So ist es. Nicht nur durch den Walfang, sondern auch durch die Verschmutzung des Meeres und den Schiffslärm finden wir uns im Ozean nicht mehr richtig zurecht. Aber in den letzten Jahren konnte sich unsere Art durch das Fangverbot etwas erholen.

Was würden Sie gegen die Bedrohung Ihrer Art unternehmen, wenn Sie es könnten?

Ich würde alle mit hohen Geldstrafen belegen, die das Meer verschmutzen und uns Meerestiere fangen. Außerdem sollten die dann auch mal mit einem höllisch lauten Lärm und schmutziger Nahrung eingesperrt werden.

Erlauben Sie uns ein paar ganz persönliche Fragen? Wie groß sind Sie?

Ich bin 15 Meter lang. Mein Cousin ist aber noch vier Meter länger.

Was ist Ihre Lieblingsmahlzeit?

Am liebsten esse ich Krill, der in den Tiefen des Meeres zu finden ist. Krill ist eine winzige, garnelenähnliche Krebsart.

Wo ist Ihre Heimat?

Ich bin ein Weltbürger und in allen Weltmeeren zu Hause. Im Sommer sind wir am liebsten in den Polarmeeren. Im Winter schwimmen wir dann in die tropischen und subtropischen Meere.

Haben Sie auch Familie?

Selbstverständlich. Ich lebe meistens zusammen mit drei anderen Buckelwalen. Auch wenn wir einmal getrennt sind, finden wir immer wieder zusammen.

Wie machen Sie das? Haben Sie so etwas wie eine Sprache?

Genau, wir singen, um uns miteinander zu verständigen. Unsere Gesänge kann man über Kilometer unter Wasser hören.

Verstehe. Sie tauchen also zum Sprechen unter?

Ja, wir tauchen ja auch, um unsere Nahrung zu fangen. Nach 15 Minuten muss ich allerdings zum Luft holen auftauchen.

Tauchen scheint also für Sie sehr wichtig zu sein?

Ja, natürlich. Aber am meisten Spaß haben wir Buckelwale beim Springen. Wir Buckelwale sind eine der wenigen Großwalarten, die ihren Körper komplett aus dem Wasser katapultieren können.

Das stelle ich mir aber ziemlich anstrengend vor. Sie sind ja nicht wirklich ein Zwerg oder Leichtgewicht.

Ja, das stimmt. Also, dazu tauchen wir ab und schnellen dann senkrecht nach oben aus dem Wasser heraus. Das macht großen Spaß und es spritz und knallt gewaltig.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Sauberes Wasser, keine Jagd auf uns Wale mehr und ein Ende der Ausbeutung der Meere.

Info. Der Buckelwal ist ein oft in Küstennähe vorkommender Vertreter der Bartenwale. Bekannt sind sie aufgrund ihres Walgesangs und ihrer Lebhaftigkeit. Durch die intensive Bejagung gingen die weltweiten Bestände zeitweise bedrohlich zurück. Seit 1966 steht der Buckelwal unter weltweitem Artenschutz.

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