Jungköchin Katharina Rauscher ist die Beste in Deutschland

Katharina Rauscher ist Deutschlands beste Jungköchin. Die 23-Jährige gebürtige Esslingerin lernt in der Küche des Burgrestaurants Staufeneck in Salach und gewann den Rudolf Achenbach-Preis in Frankfurt/Main.

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Ich habe schon immer gerne gekocht“, sagt Katharina Rauscher. Die ungarische Kochkunst ihrer Großmutter habe sie inspiriert. Die Oma gab der 23-Jährigen  wertvolle Tipps und Tricks in der Küche. Deutschlands beste Jungköchin, die sich nach dem Abitur zunächst für ein BWL-Studium entschieden hatte und sich dann umorientierte, kam über eine Bekannte ins Burgrestaurant Staufeneck. „Ausschlaggebend für mich war, dass das Team stimmt, ich fühlte mich von Anfang an hier wohl“. 2014 begann sie mit einem dreimonatigen Praktikum, dem dann die Ausbildung zur Köchin folgte. Gaumenfreuden für Gourmets zuzubereiten lernte sie bei ihrem Meister, dem Sternekoch Rolf Straubinger. „Die letzten drei Jahre haben sich gelohnt, jetzt weiß ich, was ich leisten kann.“

Köchin sei ein harter Beruf, zwar vielseitig und chancenreich, jedoch „die Arbeitszeiten forderten ihren Tribut in der persönlichen Freizeitgestaltung“. Zu ihrem ersten Wettbewerb, dem regionalen Vorentscheid für den Rudolf Achenbach Preis, meldeten sie die Geschäftsinhaber Rolf Straubinger und Klaus Schurr an. Es folgte die Teilnahme an der württembergischen Meisterschaft, dabei wurde das kulinarische Know-how der 17 Teilnehmer in der Hotelfachschule in Bad Überkingen getestet. „Aufgeregt war ich schon“, gibt die erfolgreiche Jungköchin zu, die die Jury überzeugte und sich am Ende über eine „glatte Eins“ freute.

Durch den Sieg auf Landesebene sicherte sich Rauscher die Fahrkarte zur Endausscheidung in Frankfurt. Unter den strengen Blicken einer Fachjury, die die Prüfungskriterien Sauberkeit, Organisation, Arbeitstechnik sowie anschließend Aussehen und Geschmack der Gerichte bewertete, legten die Nachwuchsköche los. Den Fachfragen, denen sich die neun Titelanwärter aus ganz Deutschland in der Theorie stellten, schloss sich ein Black-Box Kochen an. Dabei handelt es sich um einen Warenkorb mit Pflicht- und Wahlbestandteilen. Sechs Stunden blieben den Finalisten für Planung, Zubereitung und Anrichten ihres Vier-Gänge Menüs. „Krabben, Gurke und Joghurt“ waren Pflichtbestandteil für die Vorspeise, „Pasta und Spargel“ sollten im Zwischen-, „Bresse-­Poularde mit Mais in Variation“ im Hauptgang serviert werden, bevor Ideen mit Chiasamen und Basilikum im Dessert die kulinarische Verführung abrundeten.

Die anspruchsvollen Wettbewerbsaufgaben meisterte Katharina Rauscher konzentriert und kreativ und erkochte sich mit viel Leidenschaft den Sieg. Neben ihrer Auszeichnung und Sachpreisen freut sie sich auch über ein Stipendium für Betriebswirtschaftslehre an der Hotelfachschule in Dortmund. Weil sie die württembergische Meisterschaft gewann, schließt sich automatisch die Teilnahme am Dehoga-Wettbewerb am 22. Juni in Tettnang an. „Ich gebe mein Bestes und sehe es als Prüfungsvorbereitung“, meint die sympathische junge Frau, die in Kürze ihre Abschlussprüfung als gelernte Köchin in der Tasche haben wird.

Was kommt bei ihr ganz privat zuhause auf den Teller? „Nur einfaches, wie Spaghetti Bolognese oder ungarische Hausmannskost“, sagt die 23-Jährige lachend, deren beruflicher Weg sie irgendwann „in andere Sterne-Restaurants, vielleicht auch im Ausland“, führen soll.

Wettbewerb Seit 1975 wird der Bundesjugendwettbewerb für junge Köche von der Achenbach Delikatessen Manufaktur finanziert und in Zusammenarbeit mit dem Verband der Köche Deutschlands organisiert. Der älteste, von Firmengründer Rudolf Achenbach initiierte Wettbewerb der weißen Brigade, ist zum ­jährlichen Branchen-Highlight mit ­hohem Stellenwert avanciert.

Begehrt Seit Beginn wetteifern über 37 000 junge Menschen um die Auszeichnungen und  Preise.

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