Initiative ermöglicht Sanierung des Backhauses in Adelberg

Brot aus einem Holzofen hat einen eigenen Geschmack - und das Backen der Laibe treue Anhänger in Adelberg. Ein Verein, die Gemeinde und ein Unternehmen geben Geld für die Sanierung des Backhauses.

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Brigitte Arndt holt einen Laib frisch gebackenes Brot aus einem der Öfen im Backhaus von Adelberg. Das Dach, die Fassade und die Zugangstreppe des kleinen Gebäudes müssen saniert werden.  Foto: 

Backhausbesichtigung, frisch gebackenes Brot mit Grillwurst und dazu frisches Bier - für die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins und des Obst- und Gartenbauvereins Adelberg endete damit am Dienstagabend ein Rundgang durch den Ort.

Der hatte an der Stauferstele am Kloster begonnen. Ziel war aber das Backhaus als Dreh- und Angelpunkt der Aktivität der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins. Eingeladen hatte die Brauerei Dinkelacker, die sich mit fast der Hälfte der auf mehr als 12.000 Euro angesetzten Sanierungskosten für das 1846 erbaute Backhaus engagiert.

Ursprünglich hatte das mitten im Dorf stehende, an ein kleines Einfamilienhaus erinnernde Gebäude eine Doppelfunktion: Es wurde auch als Waschhaus genutzt. Allerdings gehöre das Waschen in dem Bau schon längst der Vergangenheit an, sagte Peter Arndt von der Ortsgruppe Adelberg des Albvereins. Gebacken jedoch wird regelmäßig. Denn schon 2005, als das Haus vor der endgültigen Schließung stand, stand der Albverein vor der Tür. Er nahm sich des Häuschens an, renovierte im Inneren, die Gemeinde spendete damals zwei neue Backöfen, es wurde gefliest und anschließend gebacken. Allerdings nicht zum Verkauf, sondern die Frauen backen zur Schau, aus der Freude am Brauchtum und für sich.

Am Dienstag jedoch hatten Brigitte und Peter Arndt den Ofen schon in aller Herrgottsfrühe angeheizt, der wird noch mit Holz befeuert und braucht seine Zeit, bis er die Betriebstemperatur erreicht. Das Brot wurde am Abend zusammen mit Leckereien vom Grill gereicht. Und der eine oder andere Laib wurde auch an Gourmets verkauft.

Brigitte Arndt leitet auch Volkshochschulkurse zum traditionellen Brotbacken. Der Erlös kommt dem Sanierungsfonds des Backhäuschens zugute. Denn so gut es bereits innen hergerichtet ist, außen hapert's noch. Das Dach muss saniert, die Fassade und die Zugangstreppe hergerichtet werden. Und gerade da redet der Denkmalschutz mehr als ein Wort mit und beharrt darauf, dass es Stufen aus Muschelkalk sein müssten: "Das verteuert die Sanierung natürlich", sagte Peter Arndt.

Insgesamt wird die Außensanierung auf mehr als 12.000 Euro veranschlagt, von denen Dinkelacker 6000 Euro gibt, die finanziell klamme Gemeinde schießt 4000 Euro zu, der Obst- und Gartenbauverein engagiert sich mit 2000 Euro und der Albverein investiert nochmals gut 3000 Euro plus Eigenleistung. Darin enthalten sind nicht nur ein neues Dach, sondern auch neue Fenster und Gesimse. Arndt bedankte sich in seiner Ansprache bei allen Unterstützern und bezog die Nachbarn gleich mit ein, die er um Verständnis für die zu erwartenden Einschränkungen bat.

Rolf Lohbrunner von der Firma Dinkelacker sagte, die Brauerei habe eine Partnerschaft mit dem Schwäbischen Albverein und schon mehrere Projekte unterstützt. Bei der Initiative "Verschönert unser Land" werden jährlich insgesamt 10.000 Euro als Förderung für Sanierungsobjekte ausgeschrieben.

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