Informationen aus erster Hand vom Nato-General

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Angaben aus erster Hand: Brigadegeneral Hartmut Renk sprach über die Lage in Afghanistan.  Foto: 

Der ehemalige Kommandeur des Trainingskommandos der Nato-Mission in Nord-Afghanistan, Brigadegeneral Hartmut Renk, war Gast im Golfers Club Bad Überkingen. Auf Einladung von Brigadegeneral a. D. Götz Steinle, Mitglied im Golfers Club, sprach  der profunde Kenner der Situation in Afghanistan im Clubhaus  vor annähernd 100 Zuhörern.

Renk befehligte fast das ganze Jahr 2016 über das Trainingskommando in Mazar-e-Sharif. Mit seinen etwa 2000 Soldaten war er für Beratung, Training und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte in den neun Nord-Provinzen zuständig. Die Eindrücke, die er taufrisch aus Nord-Afghanistan mitbrachte, zeigten deutlich die vielfältigen und herausfordernden Aufgaben der Bundeswehr.

Die Nato-Mission zeige positive Wirkung. Dieses Fazit zog Renk. Zu der gegenwärtig in Deutschland kontrovers diskutierten Frage, wie sicher Afghanistan ist, beziehungsweise ob Flüchtlinge wieder dorthin zurückgeschickt werden können, nahm der Brigadegeneral in diesem Sinn klar Stellung: In sieben von neun  Provinzen des Nordens seien die afghanischen Sicherheitskräfte bereits jetzt so gut ausgebildet, dass sie die Sicherheitssituation nahezu selbstständig im Griff haben und grundsätzlich von einer sicheren Situation ausgegangen werden könne.

Für Gesamt-Afghanistan gelte: Nahezu 70 Prozent der Bevölkerung des Landes seien sicher. Zehn Prozent des Landes würden von Terrorgruppen beherrscht, etwas mehr als 20 Prozent seien umkämpft. Offen bleibt allerdings auch für den ranghohen Befehlshaber die Frage, wann die neun Nord-Provinzen völlig selbsttragende Sicherheitsstrukturen erreichen werden. Sicher erscheint es Renk, dass dies abhängig von den Bedingungen vor Ort ist und zunächst noch Unterstützung der Nato benötigt wird. Der Abend endete mit einer lebhaften Diskussion.

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