Infoabend für die Gemeinschaftsschule Amstetten-Lonsee

Im Herbst geht die Werkrealschule Amstetten-Lonsee als Gemeinschaftsschule an den Start. Bei einem Infoabend stellte Rektorin Claudia Boß das neue Konzept vor und beantwortete Fragen der Eltern.

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Beim Infoabend zur Gemeinschaftsschule am Freitag konnten die Kinder schon mal "Probe sitzen" im eigens für sie in der Lonseer Schule eingerichteten neuen Lernbüro.  Foto: 

Das Interesse am Informationsabend zur Einführung der Gemeinschaftsschule an der Werkrealschule Amstetten-Lonsee war riesengroß: Die Aula war voll gepackt mit Eltern und ihren Kindern, denen bald der Schulwechsel bevorsteht. Rektorin Claudia Boß erklärte, wie der Alltag an der zukünftigen Gemeinschaftsschule aussehen soll und ging auf Fragen ein.

Die Gemeinschaftsschule soll eine "Schule für alle sein" und sämtliche Bildungsstandards anbieten, erklärte die Rektorin. Schüler der Gemeinschaftsschule können den Hauptschul- oder Realschulabschluss ablegen oder nach der 10. Klasse an ein berufliches oder allgemeinbildendes Gymnasium wechseln. Die Durchlässigkeit zwischen den Schularten sei deswegen besonders wichtig: "Es muss jederzeit ein Wechsel auf Realschule oder Gymnasium möglich sein."

Um dies zu gewährleisten, werden in Zukunft immer mehr Realschul- und Gymnasiallehrer zum Kollegium stoßen. "Uns wurde vom Schulamt zugesichert, dass wir die Lehrer bekommen, die wir brauchen", versicherte Claudia Boß einer Mutter, die sich um die angemessene Lehrerversorgung Sorgen machte: "Unser Kollegium wird von Jahr zu Jahr größer werden." Zudem würden ausschließlich neue Lehrkräfte an die Schule kommen, die sich für die Gemeinschaftsschule interessierten oder eine entsprechende Zusatzausbildung hätten. Zurzeit sei das Kollegium intensiv mit Fortbildung beschäftigt, zum Beispiel mit der Fortbildung zum Lerncoach.

Lerncoaches sollen tragende Rolle spielen

Die Lerncoaches sollen in der Gemeinschaftsschule eine tragende Rolle spielen: Sie helfen mit, für jeden Schüler das geeignete individuelle Lernpaket zusammenzustellen und führen mit den Schülern wöchentlich ein Einzelgespräch über ihre Lernfortschritte. "Ein Lerncoach ist dabei für acht bis zehn Schüler zuständig", fügte Claudia Boß hinzu.

Die Gemeinschaftsschule Amstetten-Lonsee wird gleichzeitig auch eine Ganztagesschule: Von Montag bis Donnerstag ist für die Schüler bis 15.30 Uhr Anwesenheitspflicht. Das sei ein Stundenpensum fast wie bei einem Berufstätigen, bemerkte ein Vater kritisch. Dafür sei für die Kinder nach Ende des Schultages aber auch Schluss mit lernen, gab Claudia Boß zu bedenken.

Viele Eltern zeigten sich nach der Infoveranstaltung vom Konzept der Gemeinschaftsschule durchaus überzeugt. "Wenn es jetzt auch umgesetzt wird, ist es super für die Schüler", meinte eine Mutter.

Am 20. und 21. März entscheidet sich, mit wie vielen Schülern die Gemeinschaftsschule in ihr erstes Jahr starten wird. An diesen beiden Tagen können Eltern ihre Kinder an der Schule anmelden.

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