Immer mehr, die helfen

Immer mehr Bürger helfen den Asylbewerbern in Böhmenkirch. Neben Paten-Familien und einem "Freitagstreff" gibt es zusätzliche Deutschstunden.

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Die Hilfe aus der Bevölkerung für die in Böhmenkirch untergebrachten Asylbewerber nimmt immer konkretere Formen an. So haben sich beim zweiten runden Tisch am vergangenen Dienstag im Rathaus zwei Ehepaare bereit erklärt, den beiden Flüchtlingsfamilien aus Tschetschenien als "Paten" zur Verfügung zu stehen, um den Neuankömmlingen vor allem bei der Bewältigung von Problemen im Alltag unter die Arme zu greifen.

Außerdem kümmern sich zwei Frauen um die inzwischen zahlreich eingegangenen Kleiderspenden. Gut angelaufen ist auch der von Pfarrerin Gabriele Renz initiierte Freitagnachmittag-Treff in der evangelischen Lutherkirche, wo Einheimische und Flüchtlinge bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen können.

Allen Beteiligten ist bewusst, dass die Sprache ein zentraler Bestandteil bei der Integration ist. Vor diesem Hintergrund freut sich Bürgermeister Matthias Nägele auch, dass die Flüchtlinge neben dem zweimal wöchentlich in der Geislinger Volkshochschule stattfindenden Deutschkurs inzwischen von Albert Kosnopfel, einem pensionierten Lehrer, in Böhmenkirch weitere Nachhilfe in Deutsch bekommen. Kosnopfel kann zwar weder Arabisch noch Russisch, dafür spricht ein Sohn der Syrer Englisch und übernimmt während des Unterrichts die Rolle des Dolmetschers. Offenbar mit sichtlichem Erfolg: "Die saugen alles förmlich auf", freut sich der Bürgermeister darüber, dass die Flüchtlinge "heute schon viel besser Deutsch sprechen als bei ihrer Ankunft".

Das hilft auch bei der Arbeit im Bauhof, wo die Männer unter den Asylbewerbern inzwischen auf ehrenamtlicher Basis als "Ein-Euro-Jobber" mithelfen (die GZ berichtete). Im Notfall verständige man sich halt mit Händen und Füßen, berichtet der Bürgermeister. Englisch hilft auf dem Bauhof leider nicht. Nägele: "Da haperts wiederum bei unseren Leuten."

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