Im Donzdorfer Schlosshof droht Rutschgefahr

Wer im Winter über die Schlosshöfe in Donzdorf geht, muss aufpassen, es droht Sturzgefahr. Wegen ihres Belags lassen sich die Höfe nur schwer vom Schnee räumen. Ein anderer Untergrund ist nicht erlaubt.

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Die Sonne hilft dem Hausmeister: Allmählich sind auch die Donzdorfer Schlosshöfe - hier der westliche - vom Eis befreit.  Foto: 

"Die Schlosshöfe sind im Winter schlecht zu begehen", stellte Ruth Kellner fest. Die Rutschgefahr gelte besonders für den Osthof, wo immer freitags der Wochenmarkt stattfindet, sagte die SPD-Stadträtin im Gemeinderat.

"Die Schlosshöfe sind tatsächlich ein Problem", antwortete Bürgermeister Martin Stölzle. Man müsse sich einmal Gedanken machen, wie man die Fußwege besser frei machen kann. Einen anderen Belag, der leichter vom Schnee geräumt werden kann, darf die Stadt nicht in den Schlosshöfen auslegen, denn die jetzt verwendeten Kieselsteine seien so mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt.

Die Donzdorfer Schlosshöfe sind mit einer wasserdurchlässigen Schicht ausgelegt. Eine Versiegelung mit Pflaster oder Platten hätten die Denkmalschützer, die jetzt im Regierungspräsidium untergebracht sind und in den 1990er Jahren noch eine Sonderbehörde des Landes waren, damals nicht gestattet, berichtet Dieter Wurster. Der Leiter des Donzdorfer Bauamts ist in der Stadtverwaltung für den lokalen Denkmalschutz zuständig. Selbst gepflasterte Wege seien innerhalb der Schlosshöfe nicht erlaubt worden. Die Höfe haben eine rötliche Kiesschicht, von der die Denkmalschutzexperten annehmen, dass sie dem historischen Vorbild nahe kommen. Zur Pflege wird einmal im Jahr der rötliche Kies ausgetauscht, erläutert Wurster.

Der Bauamtsleiter hält im Übrigen die Rutschgefahr für nicht so dramatisch. Der Hausmeister habe einen kleinen Schneepflug, damit mache er die Wege frei. Im Sommer diene die Maschine auch als Rasenmäher. Weil es sich um keine glatte Pflasteroberfläche handelt, dürfe das Schild des kleinen Schneepflugs nicht ganz am Boden aufgesetzt werden, sonst würden auch die Steine weggeschoben. Damit bleibe manchmal etwas Schnee liegen. Dennoch sind die Höfe nach Wursters Ansicht auch im Winter meist gut zu begehen.

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