Honig könnte bald knapp werden Imker: Schlechtestes Trachtjahr seit 25 Jahren

Wer Honig vom Imker will, muss sich beeilen: Bienenhalter klagenüber das schlechteste Honigjahr seit 25 Jahren. Honig könnte bald knapp werden.

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Das schlechteste Bienen- und Honigjahr seit 25 Jahren geht vorzeitig zu Ende: Nach einer nur mäßigen Blütenhonigernte konnten die Bienen auch nur wenig Sommerhonig eintragen. Die Waldtracht ist in diesem Jahr sogar fast gänzlich ausgefallen. Folge: Statt wie üblich mindestens zweimal im Jahr schleudern zu können, sind die Honigräume schon jetzt gähnend leer. Bienenzüchter müssen darauf achten, dass ihre Völker nicht mitten im Sommer verhungern.

Andreas Müller, Vorsitzender beim Alb-Bienenzüchterverein Gerstetten, rät daher allen Imkern, schleunigst die leeren Honigwaben aus den Völkern zu entnehmen und bereits im Juli eine erste Fütterung mit Zuckersirup vorzunehmen. Bienenhalter, die eine frühe Einfütterung versäumen, müssen bereits Anfang August mit verhungerten Völkern rechnen oder haben im Herbst nur schwache, nicht überwinterungsfähige Völker.

Müller rät, mindestens 20 bis 25 Kilogramm Zucker pro Volk einzufüttern, damit die Bienenvölker sicher überwintern. Vor diesem Hintergrund treffen die gegenüber 2011 um 27 Prozent gestiegenen Zuckerpreise die Imker doppelt hart. Nicht nur für Müller hat der Preisanstieg ein"Gschmäckle": Schließlich konnte die den Markt beherrschende Südzucker AG ihren Gewinn im gleichen Zeitraum um 43 Prozent erhöhen.

Jetzt ist auch die Zeit, die Bienen in den Völkern von der Varroamilbe als tödliche Geißel zu befreien. Mit der Entnahme der Honigräume und vor der Einfütterung müssen die Völker mit Ameisensäure oder einem Thymolpräparat gegen die Varroamilbe behandelt werden. Dies ist dringend notwendig, damit im August und September gesunde, langlebensfähige Winterbienen heranwachsen können. Nur sie können die strengen Winter in unseren Breiten überstehen. Nach dem Tierseuchengesetz ist jeder Imker zu Bekämpfungsmaßnahmen gegen Varroa verpflichtet.

Für Neuimker und Imker, die in der Anwendung der Behandlungsmittel unsicher sind, veranstaltet der Alb-Bienenzüchterverein am morgigen Freitag, 20. Juli, um 18 Uhr im Garten von Andreas Müller, Steingrube 11, im Gerstetter Teilort Heuchlingen eine Unterweisung in der Anwendung von Varroa-Sommerbehandlungsmitteln und in der richtigen Einfütterung der Bienenvölker.

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