Hohe Investitionen in Schule und Betreuung

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Investitionen in Bildung und Erziehung stehen in Salach ganz oben auf der Tagesordnung. Die Sanierung der Staufeneckschule geht weiter. Foto: Staufenpress  Foto: 

So früh wie noch nie hat die Gemeinde Salach ihren Haushalt fürs kommende Jahr eingebracht. Mit knapp 28,6 Millionen Euro ist es der zweitgrößte Etat in der Geschichte des Ortes. Am 13. Dezember soll er bereits beschlossen werden. „Der neue Haushaltsentwurf für das Jahr 2017 steht unter der Devise Zukunft gestalten mit Weitblick“, sagte Bürgermeister Julian Stipp im Gemeinderat.

Am Dienstagabend brachten der Bürgermeister und die Salacher Kämmerin Barbara Fetzer den Haushaltsplan 2017 ein. Der Verwaltungshaushalt erreicht im kommenden Jahr den Rekordwert  von 20,9 Millionen Euro. Die Investitionen in der Staufeneckschule und für die Kinderbetreuung werden erheblich sein und in den Jahren bis 2018 rund 4,6 Millionen Euro ausmachen. Sie beinhalten die Sanierung des 57er-Bauteils der Staufeneckschule, die Erweiterung des Bauteils 1996 für die Ganztagesbetreuung und eine Küchenerweiterung der Mensa. Im Jahr 2017 sind 2,2 Millionen Euro eingeplant.

Kehrseite der Medaille wird die Neuverschuldung sein, die um 2,4 Millionen Euro steigen soll. Bezieht man die Eigenbetriebe mit ein, so wird der Schuldenstand bis zum Ende des Jahres 2020 nach der derzeitigen Planung auf 22,2 Millionen Euro steigen. Ein Betrag der nahezu dem Volumen des Kernhaushaltes von vor fünf Jahren gleichkommt.

Schlüsselzuweisungen werden im kommenden Jahr um 550.000 Euro niedriger und Umlagen um 20.000 Euro höher ausfallen, so Stipp. Die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt soll nur etwa 480.000 Euro betragen. 550.000 Euro weniger als im laufenden Jahr. Da die Rücklage das Minimum erreicht hat, ist keine weitere Entnahme mehr möglich. Die angekündigte Absenkung der Kreisumlage bringt Salach 60.000 Euro. Die Gewerbesteuer beschert der Gemeinde in 2016 ein Rekordergebnis von rund 4,8 Millionen Euro. 2017 soll die Summe um weitere 250.000 Euro steigen.

Die Schaffung von Wohnraum zähle zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahre, sagte Stipp. Obwohl Salach langsamer als prognostiziert wachse, werde die Marke von 8000 Einwohnern bald überschritten. Die Grund- und Gewerbesteuersätze bleiben laut Fetzer unverändert.

Gegenüber 2016 sollen die Personalkosten um 200.000 Euro steigen und etwa 4,5 Millionen Euro erreichen. Das liege hauptsächlich an Tariferhöhungen vor allem im Sozial- und Erziehungsdienst, sagte die Kämmerin. Fast ein Drittel der Personalkosten wird dem Bereich Schule mit Mensa und dem Kinderhaus zugeordnet.

Am 22. November wollen die Gemeinderatsfraktionen zum Haushaltsentwurf Stellung beziehen. Am 6. Dezember ist im Gemeinderat eine Detailberatung geplant. Eine Woche später soll dann der Etat 2017 bereits verabschiedet werden. So früh wie nie zuvor in der Gemeinde.

28,57 Millionen Euro verplant die Gemeinde Salach in ihrem Haushalt für das kommende Jahr. Das ist er zweitgrößte Etat aller Zeiten.

20,9 Millionen Euro ist das Volumen des Verwaltungshaushalts. Das ist ein Rekordwert für Salach.

7,6 Millionen Euro stecken im Vermögenshaushalt.

Schulden Auf 6,2 Millionen Euro Ende 2017 und  rund 7,2 Millionen Euro Ende 2018 steigt die geplante Neuverschuldung.

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