Hilfe für Amstetter beim Kampf um schnellen Bahnhalt

Ein Funken Hoffnung im Kampf um den IRE-Halt am Bahnhof Amstetten: Karl Rombach (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr im Landtag, hat Hilfe zugesagt.

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Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Landtag, Karl Rombach (Mitte), will den Amstettern im Kampf um den Erhalt ihres IRE-Halt unterstützen. Links CDU-Landtagsabgeordneter Manuel Hagel, rechts der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Schmohl.Foto: Thomas Hehn  Foto: 

Karl Rombach, Landtagsabgeordneter der CDU und Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Landtag, hat den Amstettern seine Unterstützung im Kampf um den Halt der schnellen IRE-Züge und damit den Halbstundentakt Richtung Ulm und Stuttgart zugesichert. Er werde Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) „Fakten und Forderungen“ beim nächsten Gespräch Ende September „gefühlvoll unterbreiten“, sagte Romach. Dass die Amstetter sich von dem Besuch des Verkehrsexperten jedoch nicht zuviel erwarten sollten, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Ehingen, Manuel Hagel, der Rombach eingeladen hatte: „Man soll nichts versprechen, was man später nicht halten kann.“

Warum die Amstetter so vehement dafür kämpfen, dass künftig auch die neuen IRE-Eilzüge im Ort halten sollen, erfuhr Rombach bei einem Rundgang auf dem Bahnhof. Mit dem Wegfall des RE-Halts werde nicht nur Amstetten, sondern „eine ganze Region abgeschnitten“, warnte Hagel. Kämmerer Karlheinz Beutel verwies auf die selbst mitten in der Ferienzeit noch gut zur Hälfte gefüllten Park-and-Ride- Plätze: Das Angebot, in Amstetten kostenlos parken zu können, nehmen inzwischen so viele Pendler an, dass die vor zehn Jahren von der Gemeinde geschaffenen 50 Pendlerparkplätze längst nicht mehr ausreichen. „Die 120 Parkplätze jenseits der Bahnlinie vor dem Rathaus sind auch immer belegt.“

Nicht nur deshalb hat der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Schmohl kein Verständnis dafür, wenn das Verkehrsministerium bei der Streichung des bisherigen RE-Halts mit zu geringen Fahrgastzahlen argumentiere: „Man kann den ländlichen Raum nicht mit Ballungszentren vergleichen.“ Bereits zuvor hatte Manuel Hagel unterstrichen, dass „der Erhalt einer funktionierenden Infrastruktur gerade im ländlichen Bereich besonders wichtig ist“. Letzteres nahm Rombach gerne auf: „Meines Wissens hat der Verkehrsminister die letzten fünf Jahre fast täglich gepredigt, dass er den Weg zum Arbeitsplatz von der Straße auf die Bahn lenken will.“

Alle Beteiligten betonten, dass man nur den Status Quo erhalten und keine Verschlechterung wolle. Dahinter steht auch der Kreistag, der wie Amstetten und Lonsee dazu eine Resolution verabschiedet hat.

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