Hexe und Kinder in Spiellaune

Mit Spielfreude zaubert sich „Die kleine Hexe Wackelzahn“ in die Herzen der rund 190 Zuschauer. Ob klein, ob groß, Doris Batzler gefällt allen.

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Emilia darf der „Hexe Wackelzahn“ beim Zaubern helfen, zum Spaß für die Akteure und das Publikum.  Foto: 

Tag zwei der Kindertheaterwoche. Im Sekundentakt füllt sich der Haug-Erkinger-Festsaal in Rechberghausen. „Nur für Kinder“, bittet ein Zettel in den ersten zwei, drei Reihen um Rück- und Nachsicht bei manchen Erwachsenen, schließlich sollen die kleinen Theaterfreunde auch was sehen. „Ist die Hexe böse?“, fragt ein blondes Mädchen ihre Mama und steuert zur Sicherheit einen der hinteren Plätze an. Aber „die kleine Hexe Wackelzahn“ gehört zu den Guten, wie die etwa Vierjährige schnell merken wird. „Es ist früh und heiß, heute wird wieder ein schöner Tag“, freut sich Agathe Wackelzahn auf ihren Besuch, schnappt sich einen Besen und fegt eifrig die Blüten weg.

Dann die Entdeckung: „Oh, die Kinder sind ja schon da oder sind das vielleicht Heringe?“ Als Antwort folgt fröhliches Kinderlachen – es wird nicht das Einzige bleiben. Was, Heringe sollen wir sein? Gar nicht so abwegig, denn die kleine Hexe ist mit ihrem Raben Bert auf einer Insel gelandet, unfreiwillig versteht sich. Weil Agathe mal wieder ihre Hexenprüfung vermasselt hat, wurde sie von der Oberhexe auf die Insel Bongo verbannt. Dort verbringt sie mit Bert den Tag mit langweiligem Nichtstun.

Ohne Hokuspokus, sondern vielmehr mit Witz und Spielfreude weckt Doris Batzler bei den jungen Zuschauern die Fantasie, lässt ihnen Freiräume für eigene Interpretationen. Fängt zum Beispiel ihr Daumen zu leuchten an, wissen die Besucher vom vorigen Jahr noch: „Post ist da“.

Diesmal schreibt ihr der Inselhäuptling, lädt sie zur „Vollmond-Mitternachtsparty“ ein und im zweiten Brief teilt ihr Ilse Nudelzopf aus Hexenhausen mit, sie kann nochmal ihre Hexenprüfung machen. „Mensch Kinder, ich muss da hin, die nächste Prüfung ist erst in 777 Jahren“, verrät Agathe Wackelzahn aufgeregt. „Und schließlich habe ich inzwischen perfekt zaubern gelernt“. Um das zu beweisen, holt sie sich pfiffige Assistentinnen auf die Bühne. Die Mädchen sind diesmal die Mutigen, die selbstbewusst „als Zauberlehrlinge“ auf die Bühne kommen. „Ich habe eine Fliege im Auge, kannst du mir mal mit dem Fächer helfen?“, bittet sie Lara, die gemeinsam mit den Publikumskindern auf diesen tüchtig pusten soll. Und siehe da – durch den magischen Atem verändert sich der Fächer, aus Rot wird Blau, dann Grün und zuletzt leuchtet er gelb. „Du Mädchen, kannst du mal da hinein pusten, aber nicht spucken“, hält sie jetzt Lena einen geheimnisvollen Beutel vor die Nase. Auch Emilia bekommt eine Aufgabe zugewiesen, sie darf die Stäbe halten.

Seit 1989 ist Doris Batzler als ausgebildete Schauspielerin mit Mimenausbildung in verschiedenen Produktionen, auch für Erwachsene, tätig. Ein Vollprofi in liebevoll gefertigten Kostümen vor einem fantasie-anregenden Bühnenbild, hinter dem sie ihre Wandlungsfähigkeit als Oberhexe und Inselhäuptling zeigt. Auch den Schluss gestaltet sie besonders: Wer möchte, darf sich per Handschlag verabschieden, die Requisiten begutachten oder ein gemeinsames Foto machen.

Termine Auf dem Programm steht am heutigen Mittwoch „Die Füchsin und der Hase“ vom Orpheus Theater (ab 3 Jahren). Das Theater Sturmvogel präsentiert am Donnerstag „Mein Freund Charly“ (ab 4 Jahren) und am Freitag kommt vom theater en miniature „Findus zieht um“ (ab 4 Jahren). Den Abschluss machen am Samstag das Handtaschenmusical von „Kopfüber Kopfunter“ (ab 6 Jahren) und am Sonntag „Gans der Bär“ vom Faro Theater (ab 4 Jahren). Alle Veranstaltungen starten um 17 Uhr im Haug-Erkinger-Saal in Rechberghausen.

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