Haushaltspolitischer Sprecher der CDU auf Wahlkampf

"Wie geht es weiter mit Haushalt und Finanzen?" Diese Frage diskutierten der CDU- Bundestagskandidat Hermann Färber und sein Gast Norbert Barthle mit zahlreichen Interessierten in Wiesensteig.

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Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU, Norbert Barthle, will keine Politik "des lockeren Geldes".

"Die Konsolidierung des Staatshaushalts ist kein Selbstzweck". Dies hob Norbert Barthle, der haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, vor Kurzem in Wiesensteig hervor, als er auf Einladung des Bundestagskandidaten Hermann Färber referierte. "Wir müssen Spielräume schaffen, um Politik gestalten zu können", sagte der Haushaltsexperte und betonte die Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Während seines interessanten Vortrags, den er anhand zahlreicher Statistiken und Schaubilder veranschaulichte, schilderte Norbert Barthle die Ursachen der aktuellen Staatsverschuldung, den momentanen Stand der Eurokrise und die Haushaltsstrategie der CDU.

"Bei steigenden Einnahmen, müssen die Ausgaben konstant gehalten werden", erklärte Norbert Barthle. Dies erreiche die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Angela Merkel bereits heute. "Wenn wir unsere erfolgreiche Finanzpolitik in Berlin fortführen können, werden wir im Jahr 2015 das erste Mal seit Anfang der 50er Jahre keine neuen Schulden mehr aufnehmen", verdeutlichte er und warnte vor der "Politik des lockeren Geldes", das die anderen Parteien im Wahlkampf anpreisen würden. Barthle: "Wünsche abschlagen und Verzichten macht nie Spaß, aber es ist der einzig richtige Weg, um die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen." Solide Finanzen würden Vertrauen in Wirtschaft und Wachstum schaffen. Dies gelte auch für Europa. Um die Probleme in den krisengeschwächten Ländern lösen zu können, müsse man an die Ursachen ran. Dabei kritisierte er vor allem das zu niedrige Rentenalter, die zu kurzen wöchentlichen Arbeitszeiten und die mangelnde Steuermoral.

"Trotz aller Probleme dürfen aber nicht die Vorteile Europas in den Hintergrund geraten", warnte Barthle. Rund 60 Prozent der Exporte gehen in die Eurozone - und das ohne teure Währungsabsicherungsgeschäfte, die die Wirtschaft jährlich 20 bis 30 Milliarden kosten würden. Außerdem könne Europa nur in einem derartigen Verbund den Anforderungen der Globalisierung standhalten.

Hermann Färber freute sich über die "klaren Werte und klaren Worte". Für den Bundestagskandidaten aus Böhmenkirch steht fest, dass solide Finanzen die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs seien. Färber nutze die Gelegenheit, das Thema Straßenbau aufzugreifen, das die Menschen in Wiesensteig und dem gesamten Kreis besonders umtreibt. "In den kommenden fünf Jahren werden die Haushaltsmittel für die Verkehrsinfrastruktur um 25 Milliarden aufgestockt", erklärte Barthle. Er hoffe, dass dann auch Mittel für den A 8-Albaufstiegs bereitgestellt werden können. Hermann Färber betonte die große Bedeutung dieses Projekts für den gesamten Landkreis Göppingen und versprach sich hierfür besonders einzusetzen.

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