Gruibingen blitzt mit Heckenpflege ab

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Abgeblitzt ist Gruibingen beim Regierungspräsidium mit dem Vorschlag, den Naturausgleich für die Erweiterung des Autobahnparkplatzes am Kornberg mit Heckenpflege auf der Filsalb zu leisten. Der Staat will stattdessen landwirtschaftliche Flächen extensivieren. Dagegen hat sich die Gemeinde gewehrt, weil dies Einschränkungen für die Landwirtschaft bedeute. Darauf gehe das Regierungspräsidium nicht ein, berichtete jetzt Bürgermeister Roland Schweikert im Gemeinderat. Begründung: Die von der Gemeinde genannten Hecken seien in Privatbesitz. Schweikert will nachhaken und dem Regierungspräsidium die Pflege von Obstbäumen ans Herz legen. Er verweist darauf, dass solch ökologischer Ausgleich mit der Bahn möglich gewesen sei. Die habe ihre Eingriffe in die Natur für den Bau der Schnellbahntrasse über die Stiftung Naturschutzfonds abgewickelt und Heckenpflege praktiziert. Nicht nur einmalig. Das sei auf Nachhaltigkeit angelegt.

Zu dem Rückschlag kommen neue Turbulenzen. Das Landratsamt wolle, dass der Mutterboden von der Erweiterungsfläche des Autobahnparkplatzes auf umliegende Äcker zur Bodenverbesserung aufgebracht werde, sagt Schweikert. Damit weiß der Gemeinderat und Landwirt Hans Ströhle nichts Rechtes anzufangen. Man brauche die Bodenverbesserung auf diesen Äckern nicht unbedingt, außerdem seien das schmale Grundstücke. Beim Auffüllen gebe das „in der Mitte einen Hubbel“.

Auf dem Rufstein tue der Humus hingegen gut, so Ströhle. Dort könnten die Äcker zehn Zentimeter mehr gut vertragen. Da gebe es auch große Grundstücke. Für den Schultes wäre die Aufbesserung auf der Hochfläche ein zweischneidiges Schwert. Wenn Erdmassen mit Lkw auf den Rufstein gekarrt würden – wer übernehme die Flurschäden an der Steige? Nach Schweikerts Kenntnis bringe eine Auffüllung, egal wo, auch erst mal Ausfälle und Einschränkungen bei der Bewirtschaftung. Für die Landwirte soll es im März eine Infoveranstaltung geben.

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