Grünes Licht für den Bau des ICE-Tunnels Arbeiten werden noch 2012 ausgeschrieben

Die Arbeiten für den Bau des ICE-Tunnels zwischen Dornstadt und Ulm können noch 2012 ausgeschrieben werden. Die Planfeststellung steht.

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. Mitte Mai hat die Bahn ihren offiziellen Baustart für die ICE-Neubaustrecke Ulm-Wendlingen groß gefeiert. Am Ortsende von Dornstadt entsteht eine neue Brücke, die breit genug sein wird, um eine sechsspurige Autobahn plus die Gleise für die Schnellbahntrasse darunter hindurchzuführen.

Am Montag habe ihr das Eisenbahn-Bundesamt - die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde der Bahn also - auch den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 2.4 "Alb-Abstieg" zwischen Dornstadt und Ulm zugestellt, teilte die Bahn jetzt mit. Dieser Planfeststellungsabschnitt umfasst eine 6,6 Kilometer lange Strecke. An ihrem westlichen Ende auf der Albhochfläche (schon in Richtung Dornstadt gelegen) werden die Gleise noch 600 Meter parallel zur Autobahn 8 geführt. Dann münden sie in einen Tunnel, dessen zweites Ende mitten im Ulmer Hauptbahnhof an die Oberfläche treten wird.

Die beiden jeweils sechs Kilometer langen Tunnelröhren sollen ab Ende 2013 von zwei Orten aus gebohrt werden: im Lerchenfeld sowie im Lehrer Tal neben dem Berliner Ring. Die Tunnelröhren werden alle 500 Meter miteinander verknüpft, berichtet die Bahn.

Im Ulmer Hauptbahnhof selbst sollen die dem Projekt vorgeschalteten Arbeiten schon in diesem Jahr starten: Neben dem Bahnbetriebswerk, wo die Tunnelröhren zu Tage treten sollen, werde der Baugrund stabilisiert. Entlang der Filstalbahn-Strecke Ulm-Stuttgart werden bahneigene Kabel verlegt.

Verlegt werden auch die Gasleitungen östlich der Neutorbrücke. "Das schafft die Voraussetzung für den ab Anfang 2013 vorgesehenen Abriss und Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung, über die die beiden Streckengleise der Filstalbahn führen", berichtet die Bahn.

Auf Nachfrage der Südwestpresse Ulm versicherte ein Bahnsprecher, dass die jetzt genehmigten Pläne mit den in den zurückliegenden Jahren öffentlich diskutierten Entwürfen weitestgehend übereinstimmen. Die Zahl der durch den Tunnelbau betroffenen Anwohner erhöhe sich nicht. Dieser Planfeststellungsbeschluss sei ein wichtiger Baustein für die Verwirklichung der Neubaustrecke, betonten die Bahn-Mitarbeiter. Für 47 der insgesamt 60 Kilometer langen Neubaustrecke liege jetzt das Baurecht vor.

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