Großes Theater in Uhingen

Erneut wartet auf Schüler und Lehrer der Filseck- und Hieberschule Uhingen eine kulturelle Herausforderung. Gemeinsam mit der Musikschule stemmen sie ein großes Theaterprojekt, Aufführung in einem Jahr.

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So farbenprächtig wie beim Musical "In 80 Tagen um die Welt" vor vier Jahren wird es sicherlich auch beim neuen Projekt zugehen, das Hieber- und Filseckschule gemeinsam mit der Musikschule planen.  Foto: 

Spielfreude, Kreativität, lernen, mit Aufregung und Nervosität umzugehen: Es gibt etliche Gründe, warum in Schulen Theater gespielt wird. Klar ist, die verantwortlichen Lehrer wollen keine Schauspieler entdecken, sondern Erlebnisse schaffen und den Teamgeist fördern. Das gemeinsame Projekt der Filseck- und Hieberschule Uhingen mit der örtlichen Musikschule und gegebenenfalls einigen Instrumentalisten des Raichberg-Gymnasiums Ebersbach, steht noch ganz am Anfang.

Der Arbeitstitel "Mio", frei nach Astrid Lindgren, verbirgt in Anlehnung an das in einem märchenhaften Stil erzählte, kleine literarische Kunstwerk eine Geschichte über Mut, Freundschaft und Vertrauen. Inhaltlicher Ausgangspunkt: Bosse, ein neunjähriger Waisenjunge kennt sein Leben in- und auswendig. Von seiner Tante angemeckert, vom Onkel ignoriert, lassen ihn beide spüren, dass er unerwünscht ist. Ein goldener Apfel und die Begegnung mit einem Geist stellen sein Leben komplett auf den Kopf. Bosse entdeckt mit ihm das "Land der Ferne", dort begegnet er dem kecken Jum-Jum, mit dem er lachen und toben kann. Die Menschen sind richtig nett zu ihm und er findet sogar seinen richtigen Vater, der zudem König des Lands der Ferne ist. Von ihm erfährt er, dass er eigentlich Mio heißt. Schließlich begegnet er dem bösen Ritter Kato mit dem steinernen Herz, der einst viele Kinder aus dem paradiesischen Land entführte. Als Mio los zieht, um Kato zu besiegen, geht er bis an seine Grenzen.

In der Geschichte wird eine Situation angesprochen, die den meisten Kindern hoffentlich größtenteils unbekannt ist, nämlich die fehlende Liebe der Eltern. Dadurch soll den Jungen und Mädchen bewusst werden, wie bedeutend Familie und Freunde sind, und dass es immer lohnt, sich für diese einzusetzen. "Darin sind ja viele versteckte Botschaften. Zum Beispiel, eine Chance zu bekommen, in einem fremden Lebensraum Mut zu beweisen, Freunde zu gewinnen sowie Vertrauen aufzubauen und damit die Liebe seines Vaters zu erlangen." Einige von vielen Gründen, warum Konrektorin Claudia Leber und Beratungslehrerin Regine Ilg von der Hieberschule, Filseck-Schulleiter Dominik Feige sowie Elisabeth Franke, stellvertretende Leiterin der Uhinger Musikschule, mit zahlreichen Mitwirkenden dieses langwierige Projekt extrem wichtig ist. Und nicht nur diesem Quartett. So sind auch richtige Könner mit an Bord. Paul Weisser schreibt das Drehbuch, die diplomierte Schauspielerin Birgit Schuck führt Regie und Pianist Gregor Kissling komponiert und arrangiert seine Musik dazu.
 


Am 28. Juli wird das Stück erstmals kurz in der Schulaula vorgestellt, danach findet ein Casting statt. Beim "Markt der Möglichkeiten" am 24. September können sich die Schüler verbindlich zu einem Casting-Workshop anmelden, welcher am 10. Oktober stattfindet. Nähere Infos bei Elisabeth Franke, E-Mail: Franke-Uhingen@t-online.de

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