Großes Fest im „Dorf der Elefanten“

Vor 925 Jahren wurde Stubersheim zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das soll groß gefeiert werden: Vom 30.Juni bis 2.Juli steppt der Bär im Dorf der Elefanten.

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  • Ganz Stubersheim ist im Jubiläumsfieber: Hier bemalt Tanja Schwerin mit ihrer fünfjährigen Tochter Evolet einen der 40 Elefanten, die zur 925-JahrFeier überall das Albdorf schmücken. 1/2
    Ganz Stubersheim ist im Jubiläumsfieber: Hier bemalt Tanja Schwerin mit ihrer fünfjährigen Tochter Evolet einen der 40 Elefanten, die zur 925-JahrFeier überall das Albdorf schmücken. Foto: 
  • Diese drei Wappentiere haben es schon in einen Vorgarten geschafft. 2/2
    Diese drei Wappentiere haben es schon in einen Vorgarten geschafft. Foto: 
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Mit einem Paukenschlag geht sie los, die 925-Jahr-Feier von Stubersheim: Am ersten Abend der dreitägigen Party kommen die „Troglauer“ ins große Festzelt auf die Alb – nach dem Fassanstich durch Ortsvorsteher Bernd Wachter um 19 Uhr. Mit ihrer „Heavy Volxmusic“ werden sie ab 21 Uhr „das Zelt zum Kochen und die Besucher zum Tanzen“ bringen, so verspricht es das Programm.

Und das ist erst der Anfang. Nicht umsonst hat sich bereits Ende 2015 ein Festausschuss in Stubersheim gebildet und Ideen gesammelt. Die gipfeln in einem dreitägigen Fest vom 30. Juni bis 2.Juli, die Aktivitäten fingen aber schon lange vorher an. Das merken Autofahrer, die den Ort passieren, schon seit Wochen: An allen Ortseinfahrten werden sie von riesigen, kreativ gestalteten Holzelefanten begrüßt, die auch an prägnanten Stellen im Ort an Hauswänden prangen und nicht zu übersehen sind.

Das Wappentier der Stubersheimer wird auch in Zukunft allgegenwärtig sein. Bei einem Elefanten-Workshop oder auch privat zu Hause bemalten oder bearbeiteten Stubersheimer Bürger insgesamt 40 gesponserte Blech-Elefanten auf individuelle Art und Weise (wir berichteten). Sie werden erst das Fest schmücken und später die Vorgärten und Höfe im Albdorf.

Selbst die Torten, die es während der Kaffeezeit am Sonntag im Bierzelt zu genießen gibt, stehen im Zeichen des Rüsseltiers: In knalligem Rot schmückt der Elefant die originale „Stubersheimer Torte“. Die hat Silke Neumann erst mal optisch in den Stubersheimer Wappenfarben Rot, Schwarz und Weiß kreiert. Aber auch geschmacklich hat die Torte Lokalkolorit: „Was jeder Stubersheimer im Vorrat hat, sind Most und Johannisbeeren“, behauptet Neumann und hat deshalb weiße Most-Creme und rote Johannisbeer-Creme mit dunklem Bisquitboden kombiniert. Diese Idee haben die Stubersheimer Landfrauen aufgegriffen und das süße Original im Dutzend gebacken.

Nach dem wilden Freitag geht es am Samstagnachmittag sportlich weiter. Der SSC Stubersheim hat eine Mannschaft des SSV Ulm als Gegner eingeladen und verspricht damit ein „Highlight der fußballtechnischen Art“. Abends heizen echte Stubersheimer Nachwuchsrocker die Stimmung an. Sie nennen sich „Deitschrogg“ und servieren von 20 bis 21 Uhr freche, laute, schwäbische Rockmusik. Danach kann man bei „Rock unlimited“ mittanzen und zu  klassischer Rockmusik aus den 70ern und 80ern mit der Luftgitarre wirbeln.

Der Festsonntag steht im Zeichen der langen Stubersheimer Geschichte. Der geplante „historische Wanderweg“ durchs und um das Dorf wird zwar erst im Herbst fertig. Dafür hat die Kirche geöffnet und präsentiert eine Ausstellung zu 500 Jahre Reformation. Auch der historische Dampfzug der Ulmer Eisenbahnfreunde stampft zwischen Amstetten und Gerstetten und bringt Gäste in den Ort. Diese können ab 10 Uhr einen Gottesdienst im Festzelt feiern, der vom Akkordeonclub Stubersheim umrahmt wird. Im Anschluss würdigen diverse Festredner  das hohe Alter des Albdorfes, das bereits im 6. Jahrhundert von den Alemannen besiedelt war, weil es hier Wasser gab. Und das sprudelte dank des wasserundurchlässigen Bodens gleich aus sieben Quellen. Außerdem bemerkenswert: Es war Eberhard von Stubersheim, der die Burg Helfenstein über Geislingen erbaute und damit als Stammvater derer von Helfenstein bezeichnet werden kann.

Auch am Sonntag steht der Abend im Zeichen der Musik. Die Stubersheimerin Manuela Euringer schwingt dann das musikalische Zepter mit ihrer Tanzband „Feedback“ und stimmungsvoller Musik. „Das Besondere bei einem Fest in Stubersheim ist, dass alle Stubersheimer mitmachen“, erzählt Katja Schmid, die wie Neumann zum Festausschuss gehört. Der Ausschuss war von Haus zu Haus gezogen und hatte überall gefragt, wer sich beim Fest einbringen könnte. „So gut wie niemand hat nein gesagt“, berichtet Katja Schmid. Deshalb engagieren sich nicht nur Landfrauen, Gesangverein, SSC,  Akkordeonclub, Feuerwehr und „Kirche aktiv“, sondern auch ganz viele, die nirgends organisiert sind. „Ohne unsere Dorfgemeinschaft ginge gar nichts“, betont Ortsvorsteher Bernd Wachter.

Info Vorverkauf noch bis Donnerstag bei Kreissparkasse und Volksbank sowie im Rathaus (Bürgerbüro) in Amstetten sowie im „Bahnhöfle“ und im „Stubersheimer Hof“ in Stubersheim. Weiteres unter www.925jahrestubersheim.wordpress.com, dort kann man auch Sitzplätze reservieren.

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