Gold für Amstetten, Silber für Westerheim Erfolg beim Kreisfeuerwehrtag in Langenau

Mit dem Leistungsabzeichen in Gold ist Amstettens Feuerwehr vom Kreisfeuerwehrtag in Langenau heimgekehrt. Für Westerheims Truppe gab es Silber.

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Ein echter Hingucker waren die historischen Geräte der Feuerwehr - und die alten Uniformen. Foto: Amrei Gross

In einem Wohnhaus mit integrierter Garage ist ein Brand ausgebrochen. Die Flammen drohen auf das erste Obergeschoss überzugreifen. Am Fenster macht sich eine Person bemerkbar, sie ruft um Hilfe. Ein Fall für die Feuerwehr. So dramatisch präsentierte sich beim Kreisfeuerwehrtag am Wochenende in Langenau die Übung zum Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold.

Die Zeit drängt: Maximal 200 Sekunden haben die Männer und Frauen in Uniform Zeit, um mit der Brandbekämpfung zu beginnen - spätestens dann muss Löschwasser fließen. Maximal zulässige Einsatz-Gesamtzeit: 480 Sekunden. Auf den Löschangriff folgen eine technische Hilfeleistung nach einem simulierten Verkehrsunfall sowie eine 45 Minuten dauernde Theorieprüfung.

30 Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Alb-Donau-Kreis haben sich den kritischen Augen der Schiedsrichter gestellt. Zehn Mannschaften traten zum bronzenen Feuerwehr-Leistungsabzeichen an, elf zum silbernen, neun versuchten sich am Leistungsabzeichen in Gold. Vor allem Letzteres hat es in sich: "Das Leistungsabzeichen in Gold ist nicht einfach", sagt Kreisbrandmeister Harald Bloching, der sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit seiner Wehren überzeugte. Jeder Handgriff müsse sitzen, die Gruppe als eingespieltes Team agieren. "Genau darauf kommt es im Einsatz an."

Am Ende des Tages konnte Bloching auf seine Feuerwehrleute stolz sein. Von 30 angetretenen Gruppen meisterten 26 die gestellten Aufgaben - darunter die Freiwillige Feuerwehr Westerheim mit dem Leistungsabzeichen in Silber und die Freiwillige Feuerwehr Amstetten mit dem Abzeichen in Gold. Jene, die nicht bestanden, scheiterten lediglich an den knappen Zeitvorgaben. "Einsatzabwicklung und Know-how waren durchweg gut", bescheinigt ihnen der Kreisbrandmeister. Für Frust also kein Grund: "Wir werden allen durchgefallenen Gruppen einen Nachholtermin anbieten." Auch die Feuerwehrjugend stellte ihr Können unter Beweis. Am Samstag wurde parallel zu den Leistungsabzeichen der Aktiven die "Jugendflamme" abgenommen.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein großer Festumzug mit mehr als 1600 Teilnehmern von Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet sowie Schützenvereinen aus dem Schützenkreis Ulm und dem Schützengau Donau-Brenz-Egau. Während die Schützenvereine stolz ihre erfolgreichen Schützenkönige präsentierten und mit prachtvollen Fahnen die Blicke der vielen tausend Zuschauer auf sich zogen, setzten die Feuerwehren, die mit etwa 1000 Mann angerückt waren, vor allem auf ihre Geschichte. Viele hatten eigens für das Fest historische Spritzen, Leitern und Fahrzeuge sowie alte Uniformen auf Vordermann gebracht. Trotzdem blieb die Einsatzfähigkeit der Wehren im gesamten Alb-Donau-Kreis gewährleistet. Wie Kreisbrandmeister Harald Bloching berichtet, gibt es im Alb-Donau-Kreis mehr als 3700 aktive Feuerwehrleute.

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